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Februar 2022 - Klara gewinnt wieder keinen Verlagsvertrag

Jetzt kann ich behaupten, ich hätte Übung darin, bei einer Impress-Challenge auf der Shortlist zu landen und dann doch nicht genommen zu werden. Dieses Kunststück habe ich nun zweimal vollbracht. Die blöde Münze will einfach nicht zu meinen Gunsten fallen.

Im Rahmen der Verkündung der beiden Gewinnertitel unter den Top 5 wurde der Text veröffentlicht, den Ihr zur Rechten sehen könnt. Es ist die Perspektive einer noch bestehenden Veröffentlichungschance für 2023. Lustigerweise haben mir Leute nach dieser Ergänzung gratuliert, was nett gemeint ist, aber wer genau liest, stolpert über das dicke Vielleicht in dieser Formulierung. Es geht um eine Chance. Das ist noch lange kein Versprechen.

Bei meinem fehlenden Glück, was meine Geschichten betrifft, ist damit nicht mehr gemeint als eine E-Mail wie vor zwei Jahren, wo es genau einen Satz Kritikpunkte gab und dann den allgemeinen Hinweis, dass man es gerne über eine allgemeine Bewerbung nochmals versuchen kann.

Möglich, dass ich hier Vorurteile habe und die E-Mail ganz anders aufgebaut sein wird. Mit mehr konkreten Hinweisen und erkennbarem Interesse. Versendet von einer E-Mail-Adresse, die einer Person gehört, die sogar antwortet, wenn man Rückfragen stellt. Meine Ernüchterung, was diese Branche anbelangt, prophezeit mir allerdings das Gegenteil. Wir werden sehen ...

Eine positive Sache hat diese Niederlage: Ich komme nicht in Zeitnot. Meine erste Klausur bei der Fernuni habe ich geschoben, damit mir genug Zeit bleibt, falls ich gewinnen sollte. Das Manuskript hätte bis zum 1. Mai stehen müssen. Jetzt habe ich weder eine Deadline einzuhalten, noch eine Klausur vor der Brust, sondern einfach nur den üblichen Wahnsinn im Brotjob zu überstehen und sorgenvolle Gedanken wegen des Ukrainekriegs.

 

Vor wenigen Tagen habe ich einen Antrag auf Ausnahmegenehmigung gestellt. Was es damit auf sich hat und ob er durchgeht, werde ich im nächsten Bericht verraten.