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Aktuelles


31. August 2021

Monatsbericht August

Mal wieder genug zu tun

Der Status „beschäftigt“ passt gerade wieder sehr gut zu mir. An meinen Augenringen ist abzulesen, dass ich etwas übernächtigt bin. Aktuell spüre ich meine Grenzen sehr deutlich und das, obwohl der Urlaub erst 3,5 Wochen her ist. Im Moment heißt es im Brotjob Vollgas zu geben und da komme ich eher selten zur Ruhe.

Was das Schreiben anbelangt, bin ich im August wenig weitergekommen. Am Willa-Projekt  ist bis Ende des Jahres noch viel zu tüfteln, aber zumindest habe ich es geschafft, ein ausführliches Exposé zu einem neuen New-Adult-Projekt zu schreiben, das nun zur Prüfung bei der Agentur liegt (Arbeitsprojekttitel: Das Fio-Projekt). Beim  obergeheimen L-Projekt  und dem Kalte-Herzen-Projekt heißt es weiterhin: "Warten!" Die Manuskripte sind ja fertig, aber die Branchenlage ist dank Corona weiterhin angespannt. Ich erhoffe mir viel von der anstehenden Messezeit, denn zu dieser Gelegenheit werden typischerweise einige Buchdeals abgeschlossen. Mein eigener Aufenthalt auf der Frankfurter Buchmesse ist bereits organisiert und gebucht – ich werde am 22.10.2021 (Freitag) mit einer Freundin vor Ort sein –, jetzt fehlt nur noch der genaue Veranstaltungskalender, um in die Detailplanung zu gehen. 

Der Sprecherkurs neigt sich dem Ende zu. In zwei Wochen ist die Abschlussprüfung des zweiten Semesters, dann ist dieses Kursjahr auch schon rum. Bis dahin muss ich noch eine Projektarbeit inkl. Dokumentation einreichen, was ich an den kommenden beiden Wochenenden erledigen werde.

Da ich ja offensichtlich fürchte, vom Blitz getroffen zu werden, sollte mir jemals langweilig werden, wird am 15.09.2021 auch schon das erste Päckchen der Fernuni Hagen verschickt. „Geschichte und Kultur: Eine Einführung“ heißt mein erstes Schnuppermodul. Am 21.09.2021 gibt es zum Studienstart außerdem eine digitale Einführungsveranstaltung.

Worauf ich mich auch sehr freue, sind der geplante Novemberurlaub und der Weihnachtsurlaub. Wie letztes Jahr habe ich im November „Einzelurlaub“, also ohne meinen Mann, ohne irgendwelche Planungen für irgendwelche Reisen. Aber – Ihr wisst – es ist auch der typische Schreibmonat (NaNoWriMo), in dem ich das Willa-Projekt  finalisieren und im Anschluss an meine Probeleser verteilen will. Der Dezemberurlaub dient dann dem Jahresausklang und der Umsetzung der Probeleserhinweise. So habe ich es jedenfalls angedacht.

Die restliche Jahresplanung steht also und ich wäre überglücklich, wenn es bis Ende des Jahres noch zu einem Vertragsabschluss käme. Ein bisschen Futter für die Hoffnung, dass ich endlich einen Fuß in die Tür bekomme, könnte ich ganz gut gebrauchen.


31. Juli 2021

Monatsbericht Juli

Klara macht Urlaub in Bayern

Ich grüße Euch aus Garmisch-Partenkirchen, einem Ort nahe der Zugspitze, an dem es Alltag ist, Dirndl und Lederhosen zu tragen. Ob dieser Umstand nun dem Tourismus oder dem Patriotismus geschuldet ist, kann ich nicht beurteilen, aber es ist ganz amüsant hier. Unser Hotelzimmer ist komplett holzvertäfelt (dezent dunkel), andauernd bimmelt die Kirchturmglocke (die sich leider in knapp 100 Metern Entfernung befindet, was verdammt laut ist!) und gestern Abend hat ein Akkordeon das Gegröle einiger Betrunkener begleitet, die dem guten deutschen Bier gefrönt haben, um mir das Einschlafen zu erschweren. Einen gewissen Charme hat es. Die Berge, die überall im Hintergrund in den Himmel ragen, der Dialekt und Leibspeisen wie Bratkartoffeln (ich liebe Bratkartoffeln!) machen Bayern einmalig. Hier auf Dauer leben, wird aber niemals funktionieren.

Was Bayern auch hat: Viele Wanderwege, die für meinen Mann und mich der eigentliche Grund waren, herzukommen. Ja, ich habe meinen untrainierten Bürotigerleib in der letzten Woche fleißig die Berge rauf- und runtergeschleppt. Aber nicht nur die Berge in Bayern haben wir erklommen, sondern auch die in der Sächsischen Schweiz, wo wir zuvor fünf Nächte in einem winzigen Appartement auf einem Berg im Naturschutzgebiet einquartiert waren. Die Wälder in Bayern sind dunkler und verwunschener als die in Sachsen, aber der Blick vom Elbsandsteingebirge über die Weiten der Sächsischen Schweiz begeistert mich mehr als die Aussicht in die bayrischen Täler.

Es ist ein richtiger Aktivurlaub geworden. Wir haben eine Quad-Kanu-Tour entlang/auf der Elbe unternommen, die Bastei-Brücke besichtigt, an einer geführten „BrotZeitWanderung“ teilgenommen sowie einen Abstecher nach Dresden, zum KZ Dachau (München) und zum Schloss Neuschwanstein unternommen. Mein neues Fitnessband sagt zwar, dass ich einen miserablen Tiefschlaf habe (z.B. (Worst Case) 8 h gepennt, davon 8 Minuten Tiefschlaf, angeblich ist der von 99% der Nutzer länger und mein Mann schafft es auch tatsächlich mit demselben Gerät bei 7,5 h Gesamtschlafdauer auf ganze 2 h Tiefschlaf), aber ich bin mit jedem Tag ein Stück entspannter. Bewegung bedeutet Cortisolabbau und das bedeutet, der Alltagsstress und das Gefühl, ein getriebener Mensch zu sein, lassen mich allmählich los. 

So viel zum ersten Urlaub des Jahres.

 

Von der Literaturagentur gab es vor wenigen Tagen das Feedback, dass die Änderungen am Kalte-Herzen-Projekt  gefallen haben und das bedeutet, dass ich (vorerst) einen Haken an dieses Buch machen kann. Wenn wir am Dienstag zurück ins lauschige Ruhrgebiet fahren, geht es dann mit dem Tüfteln am Willa-Projekt weiter.

 


30. Juni 2021

Monatsbericht Juni

Das Resümee der Social-Media-Ferien

Das Experiment:

30 Tage ohne Social Media.

30 Tage ohne Input der „Book Bubble“.

30 Tage ohne eigene Posts.

Aber 30 Tage alle Hände voll zu tun.

 

Das Ergebnis:

0 Tage Entzugserscheinungen.

0 Tage Unzufriedenheit.

30 Tage mentale Stärke, selbst wenn’s aus anderen Gründen anstrengend wurde.

 

Was soll man dazu sagen? Das Ergebnis ist eindeutig. Die letzten Wochen haben bewiesen, dass ich mehr ich selbst bin, wenn ich nicht stundenlang auf den kleinen Bildschirm mit den bunten Apps starre. Auch meine Aufmerksamkeitsspanne hat sich erholt und ist wieder im Normalbereich angekommen. Deswegen bleibt mir gar nichts anderes übrig, als mir selbst Grenzen zu setzen. Solange keine Notwendigkeit zur regelmäßigen Aktivität aufgrund von Romanveröffentlichungen besteht, für die sich dieses notwendige Übel lohnen würde, werde ich mir feste und überschaubare Zeiten in der Woche einräumen. Eine Stunde pro Woche, um genau zu sein. Mehr Energie werde ich vorerst nicht mehr in die SM stecken. Auch die Apps bleiben vom Handy und Tablet gelöscht. Das einzige Tor in diese digitale Welt, die leider auch zum Teil ein Kuriositätenkabinett aus Perfektion und vorgegaukeltem Erfolg ist, bleibt damit allein der Browser auf dem Laptop. Instagram und Facebook bekommen somit keine Chance mehr, unablässig in meinen Alltag einzudringen, indem sie mit Benachrichtigungen auf sich aufmerksam machen. Ab sofort ist es allein meine bewusste Entscheidung, sich mit ihnen zu befassen, und auch das aktiv ohne weitere Nebenbeschäftigung.

Die neuen Zeitressourcen, die dabei entstehen, habe ich im Juni in die letzten Anpassungen am Kalte-Herzen-Projekt, in Bastelstunden am Willa-Projekt und in Dinge investiert, die ich bisher gedanklich auf ein dubioses „Später“ vertagt hatte.

An dieser Stelle lasse ich auch die Bombe platzen, die ich im letzten Monatsbericht angekündigt hatte. Das nächste Projekt, an das ich mich nach dem Sprecherkurs heranwagen will, ist nämlich ... *Trommelwirbel* ... ein Zweitstudium an der Fernuni Hagen!

Bitte was?!

Ja, ich habe mich vorerst als Gasthörerin für ein geschichtswissenschaftliches Modul eingeschrieben, um auszutesten, ob mir das Spaß macht und meinen fortwährenden Wissensdurst stillen kann. Wenn’s gut läuft, werde ich mich zum Sommersemester 2022 dann offiziell einschreiben. Ob zum Bachelor oder zum Master steht noch nicht ganz fest, da ich dank meiner Vorbildung beides machen könnte (Bachelor Kulturwissenschaften oder Master in Geschichte Europas). Aktuell tendiere ich eher zum allgemeineren Bachelor, weil er gleich drei wählbare Schwerpunkte hat. Aus Geschichte, Philosophie und Literaturwissenschaften ist hier ein Hauptfach und ein Nebenfach auszuwählen, wobei ich Geschichte als Hauptfach und Philosophie als Nebenfach präferieren würde. Sich als Autorin nicht für die Literaturwissenschaften zu entscheiden, wirkt auf den ersten Blick wahrscheinlich seltsam, aber dies ist dem Umstand geschuldet, dass ich die Literatur für einen Ausfluss der Geschichte halte. Die Lebenswirklichkeit dieser Menschen hat sie angeregt, etwas zu Papier zu bringen, und bei mir ist es nicht anders. Ich schreibe, weil ich den Leuten zeigen will, wie ich die Welt betrachte und was mir wichtig ist. Die Leser zu bespaßen ist ein Teil der Tätigkeit, aber jedes Buch entsteht in einem Kontext und deshalb halte ich es für einen effektiveren Ansatz, die Geschichte zu kennen, statt mich mit der tiefergehenden Analyse von Texten zu beschäftigen.

Dieses Unterfangen dient auch nicht dem Zweck, meinen Marktwert auf irgendeine Weise zu steigern, obwohl ich schon davon ausgehe, dass meine Romane durch diesen anstehenden, gedanklichen Austausch nicht leiden werden. Die ganze Diskussion von Nutzen, Ertrag und Dauer hat hier nichts zu suchen. Dieses Studium beginne ich aus einem einzigen Grund: für mich selbst. Weil auch ich noch reifen und ergründen will, wieso die Welt heute so ist, wie sie ist. Es ist mir ein Bedürfnis, mich vor der Grausamkeit der Vergangenheit zu gruseln, den Kopf über die Menschheit zu schütteln oder auch achtungsvoll zu nicken, wenn mich jemand beeindruckt. So sieht’s aus.

Meine Mutter hat jedenfalls ungläubig gelacht, als ihr von meinen neusten Plänen erzählt habe, und mich mehr belustigt als besorgt einen „Workaholic“ genannt. Vielleicht ist es die Flucht nach vorne, weil der Zustand der Stagnation sich langsam einpendelt und mich frustriert – immer gab es den nächsten Berg, den es zu erklimmen galt, und das war’s jetzt? –, aber dennoch fühlt sich dieser Weg richtig an. Mein Kopf braucht Bewegung und Reibungsfläche, um fortwährend neue Kraft zu schöpfen. Nicht immer ist Nichtstun der richtige Ansatz.

„So klettern sie Stufe für Stufe auf der schlüpfrigen und trügerischen Leiter der Neugier nach oben“ (siehe Dämonologie, James I, Leseliste 2021 Nr. 27). Böser, verführerischer Wissensdrang. Aber dieser Leidenschaft verfalle ich lieber als unnötiger Schwermut wegen den Social Media.

Im Juni hatte ich außerdem das Vergnügen, einen ganzen Haufen Freunde wiederzusehen. Das tat so gut! Kein Kommentar, keine Chatfunktion und auch kein (Video-)Telefonat kann aufwiegen, den anderen in Fleisch und Blut vor sich zu haben. Seine Marotten zu beobachten, seine Mimik, wenn derjenige lacht oder etwas angeregt erzählt, das Gefühl, wenn man zur Begrüßung und zum Abschied umarmen darf (nach beiderseitigem negativen Corona-Test versteht sich). Das alles erscheint banal und ist doch so ungemein wertvoll und wichtig für das persönliche Glück. Körperliche Nähe ist ein Grundbedürfnis, das auch ganz ohne sexuelle Komponente in Hinblick auf Freunde und Familie besteht. Einfach mal drücken, macht glücklich.

Insgesamt war es also ein toller Monat. Ich hoffe sehr, dass es im Juli so weitergeht.

Ich wünsche Euch einen sonnigen 7. Monat!


03. Juni 2021

Monatsbericht Mai

Back to the roots

Im Mai ging es bei mir drunter und drüber. Von außen betrachtet mag alles seinen gewohnten Lauf genommen haben – von der Krankheitsphase am Anfang einmal abgesehen –, aber in meinem Kopf herrschte das reinste Chaos.

Die Symptome waren: Unruhe, zunehmender Konzentrationsmangel und Unzufriedenheit. Ein Infragestellen der Welt, das Aufwerfen von existenziellen Fragen und im Ergebnis Antriebslosigkeit. Für mich starker Tobak, denn so kenne ich mich nicht. Den Sinn des Lebens zu ergründen und für mich zu definieren, hat mir früher immer Spaß gemacht. Also gab es die Angst vor dem Verlust meiner Identität, dieses Konstrukts, für das ich mich selbst halte, und ein gemindertes Selbstwertgefühl gleich inklusive.

Kurzum, ich habe an allem und jedem gezweifelt, hatte seltsame Stimmungsschwankungen und war sehr quengelig. Jetzt könnte man auf die Idee kommen, dass dieser Zustand vielleicht ein Ausläufer der zwei Wochen Krankheitsphase gewesen sind, wenn ich nicht zugeben müsste, dass sich diese gedanklichen Gebilde schon in den letzten Monaten langsam bei mir eingeschlichen haben. Vielleicht ist es die Quarterlife Crisis? Möglicherweise, aber viel wichtiger ist die Frage: Was macht man in einer solchen Situation? Wieder das ganze Leben infrage stellen, mit sich hadern, wann man falsch abgebogen ist und sich verrannt hat, und an seinen Entscheidungen zweifeln? Ja, das oder man meldet sich von den Social Media ab.

Hä?

Ehrlichweise muss ich sagen, dass ich erst drei Tage abstinent bin und zunächst für einen Monat meine „Social-Media-Ferien“ ausgerufen habe, weil mir der ständige Input zu viel wurde. Ich habe auch selbst nicht gedacht, dass es – na ja – irgendwie die Ursache sein könnte. Ich wollte einfach etwas Ruhe haben, aber die Macht dieser Entscheidung ist sagenhaft! Bereits, als ich diesen Entschluss gefasst habe, ging es mir schlagartig blendend, als wollte mein Hirn mir sagen: "Endlich schnallst du’s!" Der Aufwind, auf den ich so lange gewartet habe, kam über mich. Den ganzen Tag habe ich mich darauf gefreut, Winke-Winke zu machen und diesen „Bis Juli, Ihr Lieben“-Post abzusetzen, und zack mir geht's noch besser.

Zufall? Das wird der Juni zeigen, aber schon jetzt erkenne ich an meinem Verhalten einen deutlichen Unterschied. Ich bin weniger gereizt und gedanklich irgendwo anders unterwegs als im Raum bei den Anwesenden. Ich schaffe es, wieder genug Konzentration aufzubringen, um mehr als zwei Absätze am Stück zu lesen, was zuletzt ziemlich nervig war, und das Bling-Bling meines Handys reißt mich ohne Apps auch nicht mehr aus meinem Gedankenfluss, sollte ich endlich wieder hineingetaucht sein. Es ist der Wahnsinn.

Wie viel Zeit die SM (tolle Abkürzung, ich weiß 😁) fressen, merkt man tatsächlich erst, wenn man während der kleinen Zeitpuffer, die sich hier und da im Laufe des Tages ergeben, eben nicht „noch eben“ am Handy hängt und sich das Leben der anderen anguckt. Rückblickend erscheint es mir selbst wie ein Rätsel, dass ich in den Jahren 2017 und 2018 40 Stunden arbeiten gegangen und 12 Stunden Auto in der Woche gefahren bin, einen berufsbegleitenden Master absolviert habe, der sich zusätzlich bzw. zeitweise mit einem Samstagskurs fürs Examen geschnitten hat, sodass ich hier sogar jedes Mal überlegen musste, zu was ich gehe – Uni oder Kurs –, um den fehlenden Stoff hinterher nachzuarbeiten, geheiratet habe und trotzdem 900 Seiten aufs Papier bringen konnte. Die Antwort ist denkbar einfach: Ich hatte weder einen aktiven Account auf Facebook noch einen auf Instagram. Als Teenie habe ich nie groß Gefallen daran gefunden. Hier und da habe ich zwar einen Account erstellt, aber mich nach einer Woche Nutzung nie wieder oder nur sporadisch eingeloggt, um festzustellen, dass das Leben da draußen viel spannender ist. Deshalb habe ich mir Facebook und Instagram erst 2019 zwecks Eintritt in die "Book Bubble" aktiv zugelegt und da hat die Abwärtsspirale begonnen, gegen die ich anfänglich noch gut ankam, aber die mich insbesondere in den letzten Monaten ziemlich getriezt hat.

Male ich den Teufel jetzt an die Wand? An all meinen Problemen sollen die SM schuld sein? Das vielleicht nicht, aber wenn ich mich selbst analysiere, die zeitliche Komponente bedenke und meine konkreten Gedanken in den letzten Wochen, kann  schon einiges darauf zurückzuführen sein.

Ich hätte auch nie gedacht, dass ich so heftig reagiere – in die eine oder andere Richtung. Als halbwegs gestandener und vielseitig interessierter Mensch sind mir die „Risiken“ der Nutzung von SM natürlich nicht fremd und ich habe mich gut gewappnet gesehen. Was soll diese als „Scheinwelt“ betitelte Instagram-Welt mir schon anhaben? Ich weiß, dass die reale Welt anders aussieht und was ich kann. Wer ich bin. Dem Bewusstsein ist das prinzipiell auch klar, aber ich fürchte, mein Unterbewusstsein ist nicht imstande diese Unterscheidung zu treffen, und das hat auch noch ein Wörtchen mitzureden. Denn dieses Selbstbewusstsein – „Macht Ihr, was Ihr wollt, ich mache mein Ding!“ – habe ich ganz schleichend verloren. Statt mich auf mich und meine Geschichten zu konzentrieren, starre ich stundenlang auf (z.T. auch nur scheinbare) Erfolge, die ich nicht vorweisen kann, like wie wild und kommentiere, um irgendwie vom Algorithmus emporgehoben zu werden.

Gleichzeitig mache ich mich selbst auf eine Weise von der Wertung anderer abhängig, die nichts mit dem zu tun hat, worum es mir geht: meine Geschichten. Über meine Bücher kann ich nämlich nur hypothetisch sprechen und was bleibt, bin nur ich. Ich biete ausschließlich meine Persönlichkeit dar und einen Alltag, der irgendwie Instagram-tauglich dargestellt werden muss, um zu gefallen. Dabei bin ich außerstande nachzuvollziehen, weshalb es ein Bild schafft, das Interesse zu wecken, und ein anderes vielleicht nicht, obwohl Bild A schnöde und der Text langweilig ist und Bild B mir persönlich sehr am Herzen liegt, weil da viel mehr Einfallsreichtum drin steckt. Diese Willkür zu verstehen oder über sie hinwegzusehen, kostet ebenfalls Zeit und Nerven, die ich brauche um fit und glücklich zu sein.

Insgesamt bleibt es ein schwieriges Thema. Denn klar ist, dass ich als Autorin tatsächlich nicht gänzlich auf SM verzichten kann. Das gehört zum Job dazu, weil es der perfekte Ort ist, um mit seiner Zielgruppe Kontakt zu haben und Marketing zu betreiben, aber ich fürchte, ich gehöre wahrscheinlich niemals zu denen, die einen Buchvertrag bekommen, weil sie viele Follower haben. Ich werde höchstens mal viele Follower bekommen, weil ich tolle Bücher schreibe. 

Im Moment sind die SM für mich ausschließlich ein Hemmstoff, weshalb ich meine "Social-Media-Ferien" genießen werde, um wieder zur alten Energie zurückzufinden. Ganz analog und Old School, wie früher eben.

Nach drei Tagen sind die Akkus schon so weit wieder aufgeladen, dass ich mich bereits für das nächste Projekt nach dem Sprecherkurs angemeldet habe, um meinen unstillbaren Wissensdurst zu befriedigen. Es ist kein Schreibkurs, so viel gebe ich preis, aber worum es konkret geht, verrate ich erst im nächsten Monatsbericht. 😁


15. Mai 2021

Monatsbericht April

Der Monat fing gut an, aber sein Ende hatte es in sich

Der April startete für mich mit einem sehr produktiven Gespräch mit der Arrowsmith Agency. Die Zusammenarbeit funktioniert auf künstlerischer Ebene schon einmal hervorragend. Allerdings ist es gerade nicht unbedingt die beste Zeit, um als Newcomer durchzustarten. Ich habe es befürchtet, dass das böse C-Wort auch in dieser Hinsicht ein paar Takte mitzureden hat. Wir bleiben hartnäckig und schauen, was wird.

Zum Kalte-Herzen-Projekt 💙 hatte die Literaturagentur wenige Anmerkungen, allerdings bin ich die Anpassungen noch schuldig, denn ... mich hat es Ende April ziemlich erwischt. Völliger Knockout und zwei Wochen Bettruhe. Mit Glieder-, Kopf- und Ohrenschmerzen schreibt es sich nicht gut. Zu meinem Glück war das kein Corona, sondern irgendein anderer, spaßiger Besucher. So lange am Stück war ich seit 2010 nicht mehr krank.

Auch was das Willa-Projekt 🌟 angeht, liege ich dadurch leicht im Zeitplan zurück, aber die 200-Seiten-Marke haben wir (Stand heute) dennoch geknackt. Yeay! Der Midpoint steht noch bevor. Nach der bereits von mir ins Auge gefassten Kürzung des Anfangs dürfte dieser Plot-Meilenstein sogar wieder beinahe exakt in der Mitte liegen. Allerdings gibt es ein oder zwei Aspekte, die ich in der ersten Hälfte des Buches noch herausarbeiten will, um die Geschichte zu stärken. Deswegen könnte es vielleicht sein, dass es insgesamt doch mehr Seiten werden als 400, aber ich bin bemüht, den Rahmen nicht allzu deutlich zu sprengen.

Zu Fortbildungszwecken habe ich mir Lajos Egris Basislektüre „Dramatisches Schreiben“ sowie die deutsche Fassung von Blake Snyders Lektüre übers Drehbuchschreiben zugelegt, auf dessen Gedankengut „Save the Cat“ von Jessica Brody basiert. Es kann nicht schaden, auch die ursprüngliche Quelle dieses genialen Buches in meiner Muttersprache zu lesen.

Außerdem warte ich noch auf ein Fachbuch zum Thema Marketing, damit ich spannenderen Content produzieren kann, der die Leute anspricht. Da bin ich bisher ein ziemlicher Analphabet, wenn wir meine Instagram-Reichweite anschauen. Ich würde aktuell mehr Menschen erreichen, wenn ich einmal um unseren Block laufe und an jeder Haustür schelle. 😵 In dieser Hinsicht muss ich definitiv noch mehr Einsatz zeigen. Wie gut, dass ich eine nette Autorenkollegin namens Samantha Jones habe, die mir in Sachen Instagram ein paar Tipps gegeben hat, die es jetzt nur noch umzusetzen gilt. 😉


31. März 2021

Monatsbericht März

Klara ist fleißig

Sorry Leute, keine Zeit zum Quatschen. Ich muss schreiben!

111 Normseiten sind noch keine 400! Aber das Willa-Projekt 🌟 wächst und gedeiht und ich stecke gerade in den Arbeiten am Abschnitt "Spiel und Spaß". Das zweite Viertel des Buches, in dem wir den Helden in der neuen Welt beobachten (Für die Theoretiker unter Euch: siehe Save the cat!  von Jessica Brody). Ich habe Spaß, Willa hat keinen Spaß. Das sind schon mal gute Voraussetzungen.

 

Außerdem ist das erste Semester der Hörbuchsprecherausbildung nun offiziell bestanden mit "89%".  Bei 90% hätte es eine 1 vor dem Komma gegeben. Also übersetzt: Ich starte mit einer 2 + in die nächste Runde. Am 08. April geht es dann mit einer neuen Dozentin weiter.


28. Februar 2021

Monatsbericht Februar

Brandneu in Klaras Projektschmiede: das Willa-Projekt! 🌟

Im Februar bin ich mit dem Buchprojekt 2021 gestartet. Sein Name: Das Willa-Projekt. Der Titel sagt mal wieder weniger als gar nichts aus. Aber so viel will ich Euch verraten: Willa ist der Name des weiblichen Hauptcharakters. Welch große Überraschung! Jetzt seid ihr viel schlauer und restlos begeistert, nicht wahr?

Spaß beiseite. Worum soll es gehen? Das Subthema ist Gemeinschaftlichkeit und Zusammenhalt. Geben wir das in einen Kessel und schütten etwas Sternenstaub, ein Tutu, verlorene Träume und den Stachel eines Skorpions hinzu, dann fehlen nur noch die magische Formel - „Halt’s Maul!“ - und Umrühren und schon haben wir den Mix, aus dem das Willa-Projekt gemacht ist. Eine junge Frau, die mit ihrem größten Albtraum konfrontiert wird und lernen darf, dass es auch manchmal der richtige Weg sein kann, in dunkelste Nacht zu stürzen. Es wird sicherlich eine spannende Kombination. Wie üblich geht es auch um die Entdeckung der Liebe und die Hindernisse, die unsere Turteltauben überwinden müssen. Moderne New Adult Fantasy eben. Diesmal wage ich mich sogar auf das Terrain einer sehr speziellen Form der Magie vor und springe in die Zeitform des Präsens! Ich weiß, Präteritum. Da schlucktest du.

Aktuell habe ich etwa fünfzig Seiten Grobfassung. Die Projektplanung sieht vor, dass ich in den kommenden Wochen jeweils (mindestens) 15 Seiten schreibe. Umgerechnet steht die Grobfassung damit in 24 Wochen, wenn ich wieder den Rahmen von 400 Normseiten „treffen“ will. Dann haben wir Mitte August, womit mir noch ca. 4,5 Monate zum Überarbeiten und für die Probeleserrunde bleiben. Das klingt nach einem Plan, oder? Da der Plot steht und auch das Exposé bereits bei der Literaturagentur liegt, fehlt nur noch etwas Fleiß, damit aus dem Konzept eine runde Geschichte wird. Also ran an die Tasten und auf geht’s!


30. Januar 2021

Monatsbericht Januar

Neue Ideen, aber sonst nicht viel Neues

Diesmal habe ich gar nicht so viel zu berichten. Das Manuskript des Kalte-Herzen-Projekts  liegt bei der Arrowsmith Agency und ich warte ganz gespannt auf das Feedback. Außerdem habe ich ein neues Exposé für eine mögliche Spin-off-Fortsetzung erstellt. Ihr wisst schon. Bisherige Nebenfiguren werden zu den neuen Protagonisten des Folgeteils, wie es im Genre New Adult üblich ist. Der vorläufige Projekttitel lautet Beide-Schwestern-Projekt, aber der Rest bleibt vorerst unter dem Mantel der Verschwiegenheit. Ob ich überhaupt in die Gelegenheit komme, diese Geschichte zu schreiben, wird maßgeblich vom Kalte-Herzen-Projekt  abhängen. Seine Zukunft steht also zum aktuellen Zeitpunkt in den Sternen.
Ansonsten „besuche“ ich fleißig die Kursstunden meiner Hörbuchsprecherausbildung. Zwar ist es bei den Übungen etwas umständlich, nicht vor Ort zu sein und alles über Kamera und Mikrofon zu regeln, aber gleichzeitig genieße ich auch, dass ich währenddessen in meinem Büro sitzen kann und nicht die Fahrt nach Bochum antreten muss.

Mein Fazit bisher: Der Kurs verbessert meine Lesekünste merklich. Zuletzt lautete die Hausaufgabe, ein paar Seiten aus "Harry Potter und der Stein der Weisen" aufzunehmen. Mein Mann hat diese Hörprobe frecherweise an die Maschinenbau-Professorin weitergeleitet, für die er arbeitet. Sie fand es toll, hat es daraufhin ihren Töchtern vorgespielt und die waren richtig begeistert. "Ich will wissen, wie es weitergeht!" Das darf ich wohl als Gruppenerfolg auf das gemeinsame Konto von Frau Rowling und mir verbuchen. Hätte nicht gedacht, dass wir so etwas mal haben werden. *grins*
Was das Buch angeht, das ich in diesem Jahr schreiben will, bin ich noch etwas unentschlossen, welches es nun werden wird. Im Februar wird diese Entscheidung aber fallen und dann geht's schreibtechnisch wieder richtig los.


31. Dezember 2020

Monatsbericht Dezember

Haralberta und seine Gang haben Klara nicht gefressen

Liebe Leute, ich lebe noch! Zu verdanken habe ich das Lilli und Moritz, deren Geschichte endlich als „fertiges“ Manuskript bezeichnet werden darf. Fertig in Anführungsstrichen, weil natürlich noch viel daran herumgewerkelt wird, bis es ggf. als fertiges Buch im Laden liegt. Aber Haralberta ist versöhnlich gestimmt und die Herde kuschelt gerade mit mir, statt mich zu beißen.
Damit habe ich offiziell mein viertes Buch beendet. Die ersten beiden habe ich gefühlt in einem anderen Leben geschrieben, zu lange ist es inzwischen her. Dann hätten wir da noch den ersten Teil das obergeheimen L-Projekts  und nun das Kalte-Herzen-Projekt. Ich bin stolz wie Oskar, denn dieser New-Adult-Roman ist ein Einzelband geblieben und ich habe die magische Grenze von 400 Normseiten fast genau getroffen.
Dass ich es noch pünktlich geschafft habe, bevor Maskottchen Haralberta seine Drohung eines qualvollen Todes wahrmachen konnte,  wenn ich nicht noch dieses Jahr mit dem Buch fertig werde, habe ich einem tollen Grüppchen aus Probelesern zu verdanken. Trotz der knappen Zeitvorgabe haben sie diese Geschichte einem prüfenden Blick unterzogen. Auch wenn überschwänglicher Dank später ins Buch gehört, wenn die Geschichte verlegt werden sollte, möchte ich ihn trotzdem an dieser Stelle schon einmal loswerden. Ihr seid sooo toll, dass ihr mir nicht einfach den Vogel zeigt, wenn ich euch ein Zeitfenster von weniger als einer Woche gebe. Denn Recht dazu hättet ihr! Ich bin wahnsinnig glücklich, euch zu haben.
Ansonsten fand im Dezember die erste Zwischenprüfung meines Sprecherkurses statt. Sie ist bestanden und ich darf „zufrieden sein“, wie unser Dozent betonte.
Damit steht einem guten Start ins neue Jahr nichts im Wege. Ich bin hochmotiviert, was gut ist, denn wie heißt es so schön: „Nach dem Buch ist vor dem Buch.“ Ich fange gerade erst an. 😁


30. November 2020

Monatsbericht November

Arbeiten am L-Projekt und Videokonferenz mit der Literaturagentin

Der Monat, in dem es laut Statistik die meisten Staus im Jahr gibt, ist rum. Im November sind die meisten Leute auf den Straßen unterwegs, weil keiner gerne in diesem düsteren und nassen Monat Urlaub macht. Dieses Jahr gehörte ich zu den Ausreißern. Zwei Wochen hatte ich frei und die auch bitternötig.
Wie angekündigt habe ich diese Zeit dem Vorlektorat meines L-Projekts  gewidmet und das hat sehr viel Spaß gemacht. Obwohl das auch Arbeit ist, hat es dennoch meine Energiereserven wieder aufgefüllt. Rumliegen und Nichtstun ist zwar erholsam, aber das Schreiben leistet mehr als das. Es bringt mich nicht nur runter, es beglückt mich aktiv.
Sehr spannend war außerdem die Videokonferenz mit Frau Nina Arrowsmith, der Inhaberin der Arrowsmith Agency. Drei Stunden vor dem Termin hatte ich hier alles angeschlossen und überprüft, die Boxen, das Micro und die separate Kamera, damit auch etwas Qualität mit im Spiel ist und Sprechen und Zuhören nicht so anstrengend wird. Und was ist passiert? Das Internet hat gestreikt! Gerade dann, wenn's wichtig ist. War ja klar! In letzter Sekunde habe ich in meiner Not einen Hotspot mit dem Handy gesetzt, meine Kopfhörer aufgezogen und das Tablet verbunden. Alle Vorbereitung für die Tonne, Adrenalinspiegel bis zum Anschlag und im Endeffekt war ich dezent hibbelig. Etwas mehr Coolness hätte ich schon gerne an den Tag gelegt, aber die Zukunft meiner Geschichten ist mir eben nicht egal.
Das Gespräch war ein gegenseitiges Beschnuppern von Angesicht zu Angesicht. Den Text eines Autors zu kennen, ist eine Sache. Ihn persönlich einzuschätzen eine andere.

Ansonsten hatte ich im November nicht viel Anderes im Kopf als das L-Projekt. Drei Schränke und eine neue Lampe habe ich für mein Spielzimmer erworben, doch bis die aufgebaut sind bzw. von der Decke baumelt, ist wahrscheinlich Weihnachten. Mein Mann will die Schränke an der Wand festschrauben und der hat mit seinem ersten Master-Semester aktuell sehr viel zu tun. Im Anschluss habe ich aber genug Platz für alle neuen Bücher.
Bis zum Ende des Jahres muss ich aber auch noch fleißig sein und endlich, endlich das Kalte-Herzen-Projekt  fertigstellen. Eigentlich bin ich kein Drückeberger, aber bei diesem Projekt steckt irgendwie der Wurm drin. Ich nehme mir die Fertigstellung jeden Monat aufs Neue vor und immer kommt etwas dazwischen. 360 Seiten zählt das Manuskript aktuell, aber weiterhin fehlt das Finale. Dabei muss ich das eigentlich nur runterschreiben. Was passiert, steht längst.

Im Dezember zählen alle Ausreden nicht mehr. Im Januar muss das Schätzchen fertig sein und es wäre doch gelacht, wenn ich das nicht schaffe! Ende des Monats habe ich sogar wieder zwei Wochen Urlaub. Beim nächsten Monatsbericht habe ich auf jeden Fall einen Haken an die Sache zu machen.
Wenn nicht, wird mich Maskottchen Haralberta fressen!


31. Oktober 2020

Monatsbericht Oktober

Skoutz-Award, Arbeit mit dem Vorlektorat und Start der Hörbuchsprecherausbildung

Wie sich gezeigt hat, komme ich nur etwa alle 30 Tage dazu, einen neuen Homepageeintrag zu verfassen. Daher habe ich entschlossen, ab sofort bewusst Monatsberichte zu schreiben, sofern sich nicht etwas Spektakuläres ereignet, das sofortiger Mitteilung bedarf wie z.B. ein Verlagsvertrag. Hier also der erste, offizielle Monatsbericht:

Quelle: https://skoutz.de/der-anthologie-skoutz-2020/
Quelle: https://skoutz.de/der-anthologie-skoutz-2020/

Oktober 2020. Fangen wir mit einem sehr erfreulichen Ereignis an. Die Anthologie „The A-Files: Die Amazonen Akten“, in der ich mit meiner Kurzgeschichte "Scheiß Abend!" vertreten bin, hat in der Rubrik der Kurzgeschichtensammlungen den Skoutz-Award 2020 abgestaubt. Ich klopfe meinen A-Files-Kollegen stolz auf die Schulter.

Die Kurzgeschichte „Bitte bleib!“, die es leider nicht in die Folgeanthologie, „The D-Files: Die Drachen Akten“, geschafft hat, ist inzwischen bei Sweek und Wattpad online. D.h., Ihr könnt Euch kostenfrei an den Drachenbrüdern und ihren Frauenproblemen erfreuen (Warnung: schräger Humor). Das Cover stammt wieder einmal von der talentierten @melariaart.

Trotz meiner Liebe zum Format Kurzgeschichte habe ich mich dazu entschlossen, meine Energie erst einmal nicht in neue Kurzwerke zu stecken. Mir war von Anfang an klar, dass Anthologien wenig Aufmerksamkeit erhalten. Doch wie wenige Exemplare es tatsächlich sind, die innerhalb eines Jahres gekauft und gelesen werden, hat mich trotzdem schockiert. Das Businessgirl in mir merkt an, dass Aufwand und Ertrag in einem nicht mehr zu ignorierenden Missverhältnis stehen. Deswegen konzentriere ich mich ab sofort ausschließlich auf meine Romanprojekte.

Perfekte Überleitung 😉. Das Vorlektorat der Arrowsmith Agency zu meinem obergeheimen L-Projekt liegt auf meinem Schreibtisch. Das Thema Kürzen ist tatsächlich erst einmal vom Tisch. Bei einem Kapitel in der Mitte soll ich ein paar Details streichen und das habe ich schon erledigt. Jetzt habe ich noch einen Prolog zu ergänzen und bei der ein oder anderen Szene die Perspektive zu wechseln, um meinem männlichen Protagonisten mehr Textanteil zu geben. Alles klein Problem. Ein bisschen Arbeit ist es, aber im November habe ich zwei Wochen Urlaub. Da freue ich mich auf die Bastelstunden!

Der November ist ja der NaNoWriMo. 50.000 neue Wörter stehen bei mir nicht an, aber das Kalte-Herzen-Projekt will zu einem Abschluss kommen. Mein Autorenmaskottchen Alpaka Haralberta macht mir Druck, weil es endlich das fertige Manuskript sichten will. Haralberta hat sogar gedroht, mir seine Gang auf den Hals zu hetzen, und mit seinen Jungs ist nicht zu spaßen. Also muss ich mich jetzt ranhalten.

Am 7. Oktober habe ich nun die Sprecherausbildung begonnen. Auf dieser Homepage will ich lediglich so viel verraten: Es macht wahnsinnig Spaß, sich bei den Sprechübungen zum Deppen zu machen. Da bin ich auf jeden Fall richtig. Wer aber mehr erfahren will, der sollte einen Blick auf meinen Instagram-Account @klarahellauthor oder den Hashtag #Hörbuchsprecherausbildung werfen. Jeden Donnerstag gibt es dort zu diesem Thema ein Update mit brisanten Details.


So, das war’s von meinem Oktober. Ich hoffe, Ihr hattet ähnlich viel Spaß wie ich und wünsche Euch einen tollen November!


14. September 2020

Ab Oktober plötzlich wieder Azubi

Was ist denn jetzt los? Gerade erst im März habe ich verkündet, alle beruflichen und universitären Prüfungen hinter mir zu haben und mich der neuen Freiheit erfreut, und jetzt beginne ich eine neue Ausbildung?

Keine Panik Leute, das ist keine 180-Grad-Wende oder berufliche Neuausrichtung. Dieses neue "Azubi-Projekt" ist auch keine Ausbildung im herkömmlichen Sinne. Drei Jahre in einem Betrieb und Berufsschule und so weiter. Nein, das liegt hinter mir. Aber ich habe mich entschlossen, meinen Worten Taten folgen zu lassen. Kein Aufschieben und dergleichen. Die Freiheit will genutzt werden. Also habe ich mich für die berufsbegleitende Sprecherausbildung an der Deutschen Pop in Bochum angemeldet.

Es geht ums Sprechen/Vorlesen. Einmal die Woche werde ich ab Oktober ein Jahr lang von erfahrenen Schauspielern und Synchronsprechern unterrichtet, um Euch bei zukünftigen Lesungen hoffentlich mitreißen zu können.

Dank Corona gab es sogar einen ordentlichen Rabatt auf die Kursgebühren, was am Ende der ausschlaggebende Faktor war, nicht noch ein Jahr zu warten.

 

Am 07. Oktober geht es auch schon los! Ich werde auf diesen Seiten berichten. Aber ich bin schon heute sicher, dass es eine tolle Erfahrung werden wird. 😉


16. August 2020

Sommer, Sonne, gute Laune

Es ist Mitte August, extrem heiß und ich bin gerade sehr glücklich!
Einer der Hauptgründe ist: Ich hatte vor ein paar Tagen ein ausführliches und motivierendes Telefonat mit der lieben Autorenbetreuerin von der Arrowsmith Agency.
Mit 27 Fragen bin ich in dieses Telefonat gegangen – keine Sorge, ich hatte die Betreuerin vorgewarnt, dass ich eine lange Liste hätte – und sie hat sich die Zeit genommen, sie mir alle zu beantworten. Egal, ob es um inhaltliche Punkte zum Manuskript ging, um offensichtliche Schwächen, an denen ich als Autorin noch arbeiten sollte, um Vermittlungsquoten, interne Abläufe oder um Finanzielles. Ich habe alles gefragt, was mir auf der Seele brannte und am Ende hatte ich nur noch ein Gefühl: Ja, hier bist du gut aufgehoben.
Es gab Lob. Sätze wie: „Als ich die Dialoge gelesen habe, musste ich mehrmals laut auflachen.“ Da schlägt das Autorenherz höher, nicht wahr?
Und was meine Schwächen angeht – ich muss mich zügeln, was die Seitenzahl betrifft. Ich hatte es geahnt, befürchtet und nun habe ich die Gewissheit. Für die Zukunft kenne ich bereits die Lösung. Intensives Plotten im Vorhinein und weniger Basteln im Nachhinein.
Beim obergeheimen L-Projekt, mit dem ich mich bei Arrowsmith beworben habe, kommt dieser Vorsatz natürlich zu spät. Hier heißt die klare Antwort: Kürzen. Allein auf mich gestellt würde ich an dieser Aufgabe verzweifeln, aber im Rahmen des Vorlektorats werde ich von der Agentur Vorschläge bekommen und darüber bin ich sehr dankbar. Es ist einfacher, zwischen „muss drin bleiben“ und „ist nur Deko“ zu entscheiden, wenn jemand eine Vorauswahl getroffen hat, der nicht ganz so tief in der Geschichte steckt wie man selbst. Schon bei den banalsten Alltagsgesprächen denke ich manchmal: „Ups, was mein Gegenüber gerade gesagt hat, war ein Zitat aus meinem Buch.“
Manch einem wird jetzt folgende Frage durch den Kopf gehen: Du bist echt damit einverstanden, dass sie dein Baby kürzen? Aber dann ist es doch gar nicht mehr deins, oder nicht?
James N. Frey thematisiert in seinem Buch „Wie man einen verdammt guten Roman schreibt 2“ die sieben Todsünden der Schriftstellerei. Eine davon nennt er: „Die Unfähigkeit, den Traum noch einmal zu träumen“. Damit meint er, dass ein Autor in der Lage sein muss, seine Geschichte zu verändern, wenn sie noch nicht rund ist. Und meines Erachtens hat Herr Frey damit vollkommen Recht. Die Annahme, dass die eigene Geschichte in Stein gemeißelt ist, sobald der Autor sie aufs Papier gebracht hat, ist Blödsinn. Solange sie nicht gedruckt und veröffentlicht ist, kann alles noch überarbeitet werden. Und das sollte es auch.
Zudem verändert eine einfache Kürzung die Geschichte nicht, sie strafft sie nur. Unwichtiges verschwindet und das Wichtige wird noch deutlicher. Also bin ich nicht nur bereit dazu, ich freue mich auf diese Arbeiten. Wenn das L-Projekt  noch ein ganzes Stück knackiger daherkommt, profitieren alle.
Mein Mann sagt manchmal scherzhaft, sein Lebensmotto sei: „Happy wife, happy life.“ Ich könnte jetzt versuchen, das auf die Leser-Autoren-Beziehung zu übertragen. „Happy reader, happy leader“, käme dann mit meinen bedauernswerten Englischkenntnissen dabei heraus. Der Reim hinkt etwas in der Übersetzung, aber wenn der Autor als derjenige betrachtet wird, der Euch durch die Geschichte führt, passt es zumindest ansatzweise. Ihr wisst aber sicher, was ich damit ausdrücken will. Was die Leser-Begeisterung steigert, kann nur gut für den Autor sein.
Das L-Projekt  war ohnehin von Anfang an ein Puzzle. Ich habe bereits so viele Szenen geschoben, gestrichen und mit neuer Besetzung erneut geschrieben, dass ich vor weiteren Bastelstunden keine Angst habe. Wenn ich eine Geschichte zerpflücke, sie dann wieder zusammensetze und merke, dass alles wieder ineinandergreift und deutlich besser ist als zuvor – Leute, ich sag Euch, das ist ein hammermäßiges Gefühl!
So viel zum Projekt Nummer 1. Kommen wir zum Projekt Nummer 2: Das Kalte-Herzen-Projekt.
Die Leseprobe kam super an. Das drängende Bedürfnis, zu erfahren, wie es weitergeht, wurde erfolgreich erzeugt. Perfekt!
Jetzt soll ich noch ein Langexposé einreichen, um mehr Details und Zusammenhänge zu offenbaren. Das Kurzexposé war für diese Zwecke dann doch etwas zu kurz. *grins*
Die nächsten Wochen werde ich also weiterhin intensiv am Kalte-Herzen-Projekt  arbeiten, um meinen ersten Einzelband und New-Adult-Roman fertigzustellen. Sobald das Vorlektorat abgeschlossen ist, dreht sich wieder alles um das L-Projekt.
In jedem Fall kann ich schon jetzt behaupten, dass die Zusammenarbeit mit der Literaturagentur mir Spaß macht.


01.  Juli 2020

Und da war es plötzlich Juli

Der Blick auf den letzten Homepageeintrag verrät mir, dass mehr als ein Monat vergangen ist, seit ich diese Seite mit neuem Input gefüllt habe. Was habe ich in den letzten Wochen getrieben?
Die Grobfassung des Kalte-Herzen-Projekts umfasst aktuell etwas mehr als 300 Normseiten, was erst einmal anständig klingt, aber hinter meiner Zielsetzung für diesen Monat zurückliegt. Ich hätte die erste Fassung gerne Ende Juni fertiggestellt, um dann im Juli an die Überarbeitung zu gehen. Das wird sich jetzt vermutlich um einen Monat verschieben. Ich kann nicht behaupten, dass mein innerer Peitschenschwinger die Klappe hält, aber zumindest ist er versöhnlich gestimmt. Die Zeit, in der ich nicht zum Schreiben bekommen bin, habe ich nicht einfach verdaddelt, sondern für ein Theorieupdate genutzt. Das heißt konkret, ich habe Fachbücher gewälzt. Hier die Liste:

 

1) „Wie man einen verdammt guten Roman schreibt“ 1 & 2 von James N. Frey
2) „Save the cat! Writes a Novel“ von Jessica Brody und basierend auf dem Gedankengut von Blake Snyder
3) „Was dem Lektorat auffällt“ von Hans Peter Roentgen
4) „Der Bestsellercode“ von Jodie Archer und Matthew L. Jockers
5) „Writing the breakout novel“ von Donald Maass (aktueller Lesestand hier: 28,46%)


Die Bücher von Herrn Frey habe ich zum ersten Mal im Alter von 17 Jahren gelesen. Ich habe sie mir jetzt erneut zu Gemüte geführt, um mir das ein oder andere wieder ins Gedächtnis zu rufen.
„Save the cat!“ war eine persönliche Herausforderung. Wenn ich etwas in den letzten Jahren vernachlässigt habe, dann meine Fremdsprachenkenntnisse, weil sie in meinem Brotberuf bisher nicht wirklich relevant waren. Englische Vorlesungen waren weder im Bachelor- noch im Masterstudium ein Thema. Im Berufsalltag habe ich in den letzten 7 Jahren höchstens mal einen Call-Center-Mitarbeiter aus dem Ausland an der Strippe gehabt, der irgendeinen Schund verkaufen wollte. Urlaub machen mein Mann und ich gerne im spanischsprachigen Raum (Festland) und Español beherrscht er im Gegensatz zu mir ganz gut.

In der Schule war meine liebste Fremdsprache Latein. Das liegt wahrscheinlich daran, dass mich in diesem Fach niemand für meine Aussprache auslachen konnte. Auch wenn ich wusste, dass die meisten meiner Mitschüler nicht begnadeter darin waren, das englische „th“ spuckfrei über die Lippen zu bringen, und der Unterschied zwischen uns vor allem darin bestand, dass ich mich mit meinen eifrigen Versuchen bereitwillig zum Gespött machte, hat es mir auf Dauer den Spaß an der Sache genommen. Ich habe mich davon zwar nicht aus der Bahn werfen lassen und den Hohn ertragen, doch als dann die Verpflichtung mit dem Abi wegfiel, habe ich auch keinen Anreiz mehr gehabt, mich mit der englischen Sprache weiterhin zu befassen.
Ist das eine gute Ausrede dafür, heute aufgeregt herumzustammeln, wenn mich doch mal ein Touri auf Weltsprachisch fragt, wie er am schnellsten zur Schalke-Arena kommt?

Nein, eigentlich nicht. Es ist eher traurig, heutzutage die Möglichkeiten nicht ausschöpfen zu können, die gute Englischkenntnisse mit sich bringen. In dieser Hinsicht sollte ich mir an meinem Weltenbummler-Schwesterchen ein Vorbild nehmen. Ich muss nicht gleich auch Französisch, Koreanisch und Russisch lernen, aber Englisch wäre wirklich angebracht.  Also ist es Zeit, dass ich mich mit dieser Schwäche befasse. Durch Ignorieren verschwindet sie nicht.
Mit „Save the cat!“ habe ich nun den ersten Schritt getan, die Sache anzugehen. Ich habe dieses Buch zwar nicht von der ersten bis zur letzten Seite gelesen, weil der Großteil sich mit verschiedenen Genres auseinandersetzt und nicht jedes davon für mich relevant ist, aber die für mich interessanten Kapitel habe ich „besiegt“. Und ich muss sagen, es hat besser geklappt, als ich gedacht habe. Dies liegt vor allem an dem lockeren Schreibstil von Frau Brody, denn mit „Writing the breakout novel“ wurde es im Anschluss merklich schwieriger. Ich musste mehr Vokabeln nachschlagen und konnte mir weniger aus dem Kontext erschließen. Hier stecke ich auch noch im ersten Drittel. Zwischenzeitlich habe ich mir mit „Was dem Lektorat auffällt“ und „Der Bestsellercode“ Verschnaufpausen gegönnt. Doch jetzt kehre ich zu Donald Maass‘ Ausführungen zurück, wie man einen Roman schreibt, der für seinen Autor den großen Durchbruch bedeutet.

Für danach liegt schon „The seven basic plots“ von Christopher Booker auf meinem Schreibtisch. Beim Bestellen dieses Werkes habe ich null auf die Seitenanzahl geachtet und bin fast hinten übergekippt, als ich es dann in den Händen hielt. Es kommt mir in Sachen Umfang fast wie die Bibel vor. 705 Seiten pures Lesevergnügen bei 45 Zeilen pro Seite. Bis ich das durchhabe, wird es dauern.
Aber ab jetzt bleibe ich am Ball – in Sachen Englisch und vor allem in Sachen Kalte-Herzen-Projekt.
Ergo im Juli habe ich viel vor! #Tatendrang


24.  Mai 2020

Zeit für kluge Gespräche

Wie manche von Euch vielleicht wissen, habe ich eine Schwäche für Absurditäten und Unsinnigkeiten, die ich insbesondere in meinen Kurzgeschichten auslebe. Falls Ihr ähnlich gepolt seid, lasse ich Euch zu Erheiterungszwecken gerne an einem tiefsinnigen Gespräch teilhaben, wie es in ähnlicher Form regelmäßig im Hause Hell stattfindet.

 

„Ich muss noch zur Toilette.“
„Tja Pech, zu spät.“
„Ich konnte nicht früher, schließlich hast du die Toilette belagert.“
„Wen habe ich belagert?“
„Die Toilette.“
„Bitte? Wen habe ich belagert?“
„Die deutsche Grenze?“
„Gut, dass ich nicht gefragt habe, was ich belagert habe.“
„Hä, wieso?“
„Dann hätte ich sagen müssen: Meine Zähne.“

„Deine Zähne sind nicht belagert. Die sind wenn überhaupt belegt.“

 

Dieses Ergebnis intellektueller Höchstleistungen nenne ich: „Wie man Toilettengänge, Grenzbelagerungen und Zahnbelag mit wenigen Worten in einen Kontext setzt.“


20.  Mai 2020

Manche Tage sind zum Kotzen da

Ich halte mich ja selbst nicht für den Typ Mensch, der sich gerne im eigenen Elend suhlt. Gestern kam ich leider nicht darum herum. Magen-Darm-Virus! Tschakka! Und während ich da so leidend im Bett hing mit dem Putzeimer auf dem Schoß, kam natürlich endlich die E-Mail vom Talawah Verlag in Sachen The D-Files - die Drachen Akten. Trommelwirbel und ... Absage! Wie gut, dass ich mit dem Eimer bestens gerüstet war, sodass nichts daneben ging. Ein hervorragendes Timing - ich konnte weder Beruhigungskekse essen noch Motivationsjogging betreiben.

Was die Kurzgeschichten betrifft, bin ich mal wieder am Ziel vorbeigeschrappt, meine Lieben! Dabei hatte ich so gehofft, endlich wieder in die Gelegenheit zu kommen, öffentlich etwas vorzulesen, wie es meine A-Files-Kollegen bereits im letzten Jahr getan haben. Das mache ich nämlich super gerne! So gerne, dass ich mit dem Gedanken spiele, aus Jux eine Sprecherausbildung zu absolvieren, um noch deutlich besser zu werden. Die POP in Bochum bietet sie berufsbegleitend an - aber das ist ein anderes Thema.

Bei den A-Files konnte ich jedenfalls aufgrund eines Lehrgangs nicht mit von Messe zu Messe ziehen, da er in den letzten 1,5 Jahren jeden Samstag und jeden Feiertag blockiert hat. Mit Bitte bleib!  hätte ich mich super gerne ins Getümmel gestürzt - vorausgesetzt Corona hätte dies irgendwann wieder zugelassen.

"Tja, das nennt sich wohl hart verkackt", zieht Drex mich nun auf, der zu den drei Protagonisten von Bitte bleib!  gehört. So wie er mich auslacht, würde ich ihm am liebsten meinen Brecheimer über seinen Kopf stülpen.

Jaxo hat hierzu nicht viel zu sagen, weil er nämlich immer noch mit Flennen beschäftigt ist.

Xander hat sich erst gar nicht blicken lassen. Seine Sekretärin rief an und sagte etwas, das übersetzt so viel heißt wie: "Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass ich dich besuchen komme, wenn du mit Kotzeritis im Bett liegst? Da hilft dann auch kein Dekontaminationsbad mehr!"

Immerhin gab es vom Verlag ein Trostpflaster:

"Wir hatten in diesem Jahr beinahe 800 Einsendungen und deine Geschichte hat es bis in die besten 50 geschafft. Wir möchten dich ausdrücklich ermutigen, deine Geschichte unbedingt an weitere Verlage zu schicken. Wir sind uns sicher, dass sie einen tollen Platz bekommen kann. Um dich dabei zu unterstützen, haben wir das angehängte Logo erstellt, das du hoffentlich dazu nutzen kannst, um deine Geschichte zusätzlich zu bewerben, wenn du sie an einen Verlag schickst."

Jetzt werde ich erst einmal versuchen, ein Stück Zwieback zu essen, ohne es sofort wieder auszuspeien.


10.  Mai 2020

Zwischenstand zum Kalte-Herzen-Projekt  und zu The D-Files - Die Drachen Akten

Das Kalte-Herzen-Projekt  wächst und gedeiht. Die 200-Seiten-Marke wurde vor ein paar Tagen geknackt, eine wichtige Wendung habe ich heute abgeschlossen und jetzt folgt eine (hoffentlich) spannende Lilli-in-Action-Phase. Inhaltlich passiert noch "allerhand", wie meine Patchwork-Oma zu sagen pflegt, die aus Hessen stammt, trotzdem soll die Geschichte den Rahmen von 400 Normseiten nicht sprengen.

Hätte ich mit dem Kalte-Herzen-Projekt  im März einen Verlagsvertrag bei Impress gewonnen, hätte diese Story bis Ende Juli fertig sein müssen. Ich plane, mich an diese Deadline weiterhin zu halten, weil sie realistisch und nicht zu locker gesetzt ist.

Übrigens ist die Geschichte mittlerweile aus dem Korsett der "verbotenen Liebe" herausgeplatzt, wie die Themenvorgabe von Impress lautete. Das tut ihr verdammt gut!

Einen ersten Fan hat das Kalte-Herzen-Projekt  jedenfalls schon. Mein Mann ist total begeistert.

 

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Bei den D-Files, der Anthologie-Ausschreibung zum Thema Drachen, ist Kurzgeschichte Bitte bleib!  vermutlich schon einmal bei den Top 50 der 787 Bewerber dabei. Auf der Facebook-Seite des Talawah Verlags hieß es nämlich vor einer Woche: "Wenn du bis jetzt keine Mail bekommen hast, ist deine Geschichte unter den besten 50".  Entweder das oder meine Mail mit der Einsendung ist im Spam-Ordner gelandet. Auf jeden Fall bleibt es weiterhin spannend! Mal schauen, ob es nächste Woche die Auflösung gibt. Etwa 15 bis 20 Geschichten fliegen noch raus.


01.  Mai 2020

Wie der April im Hause Hell zu Ende ging – Kellerausmisten, Nostalgie und der Blick in die Zukunft

Schon seit Wochen hat mir mein Mann in den Ohren gelegen, dass ihn der Zustand unseres Kellers verrückt mache. Am liebsten würde er unseren ganzen Krempel wegschmeißen. Nur das Werkzeug und die Sportgeräte gehören laut ihm dorthin. Alles andere – Dachboden oder Müll.
Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie motiviert ich gestern Abend war, am Ende eines langen Arbeitstages statt zu schreiben, auszusortieren. Aber weil kein Weg darum herum führte, mein Mann irgendwo immer die Stimme der Vernunft einnimmt, blieb nur: Augen zu und durch!
Rückblickend halte ich fest, dass es verdammt anstrengend war, aber trotzdem gutgetan hat! Es war genau der perfekte Moment dafür und hatte in meinen Augen etwas Therapeutisches, obwohl wir in unserem Zechenhäuschen gerade erst seit einem Jahr wohnen und der letzte Kahlschlag noch nicht lange her ist.
Kommen wir erst einmal zum nostalgischen Teil. Klar, wenn man aussortiert, fallen einem auch Dinge in die Hände, die mit Emotionen behaftet sind. Da meine beiden luftdichten Erinnerungskisten bisher auch im Keller gelagert waren und nun auf den Dachboden gezogen sind, habe ich bei der Gelegenheit natürlich einen Blick hineingeworfen. Da sind mir Dinge in die Hände gefallen wie der „originale Fan-Kalender“ zu meinem Erstlingswerk. Wer mit 15 Jahren seinen Debütroman veröffentlicht, malt so einen Fan-Kalender natürlich selbst *kicher*. Wenn ich mir auch meine anderen Werke von damals ansehe, lache ich mich jedes Mal schlapp. Unten seht Ihr z.B. das sogenannte „Löchertier“. Dieses Vieh ist ziemlich flink, durch seine „Löcher“ aerodynamisch unterwegs, aber leider vom Aussterben bedroht - bei der Nase auch kein Wunder *noch mehr kicher*. Auch meinen Debütroman kann ich nicht mehr lesen, ohne dass mir die Lachtränen in die Augen steigen. Von daher hat eine heitere Form der Nostalgie gestern nicht gefehlt.
Aber nicht nur das Wiederausgraben meiner Erinnerungskisten hat mich fühlen lassen, als wäre ich wieder 15 und nicht 25, sondern auch die Erkenntnis, dass ich gefühlsmäßig an einem ähnlichen Punkt wie damals stehe. Mit 15 habe ich gewusst, dass nach dem Abi die absolute Gestaltungsfreiheit auf mich wartet, mein Leben zu formen und große Pläne zu schmieden. Zwecks ihrer Umsetzung habe ich daraufhin einen Weg eingeschlagen, der mir einiges an Selbstdisziplin abverlangt hat. Nun liegt das alles hinter mir. Die Pläne sind umgesetzt und erst jetzt realisiere ich zwei Dinge:

1) In Sachen Brotberuf bin ich entweder der lebende Gegenbeweis für "Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt" oder das Paradebeispiel für "Ausnahmen bestätigen die Regel", denn meine Pläne sind in dieser Hinsicht alle aufgegangen. Ich kann nicht behaupten, dass ich zwischenzeitlich nicht großes Glück hatte, dass im richtigen Augenblick die Förderer auf mich gesetzt haben, die ich gebraucht habe, aber es kam so, wie ich es mir vorgenommen hatte.

2) Ich habe genau die Gestaltungsfreiheit wiedererlangt, die mich damals so sehr angespornt hat. Ich vermag endlich wieder die Leichtigkeit zu fühlen, den Moment der Sorglosigkeit, weil ich die nächsten Jahre meiner Kreativität widmen kann.
Am heutigen Tage, am 1. Mai 2020, schlage ich ein neues Kapitel auf. Das Letzte trug den passenden Namen „In Lauerstellung“. Und es hat etwas über einen Monat gedauert, seine letzte Seite auch mental umzublättern und mich davon frei zu machen. Jetzt ist es bis zu meinem Herzen durchgedrungen, dass ich nicht mehr auf den einen großen Tag in einer weit entfernten Zukunft lauern brauche, weil er hinter mir liegt.

Deswegen kann ich meinem Mann nur danken, der ja unbedingt den Keller ausmisten wollte und nun viel Spaß mit der endlich aufgebauten Werkbank hat! ❤️

 

Kleiner Fun Fact: Den Fan-Kalender gab es offensichtlich schon 2009, das Buch aber erst 2010! 😆

 


22.  April 2020

Anthologie The A-Files - Die Amazonen Akten  steht auf der Midlist des Skoutz-Awards 2020!

Über 200 Anthologien standen auf der Longlist des Skoutz-Awards 2020 und The A-Files  hat es unter Miriam Schäfers Top 9 geschafft. Yuppi! Ich gratuliere meinen A-Files-Kollegen zu dieser tollen Gruppenleistung!

Wem Skoutz nichts sagt - das ist eine Website (www.skoutz.net), die dazu dient, Bücher zu entdecken und zu vergleichen. Sie vergibt seit 2016 den Skoutz-Award in verschiedenen Kategorien. Die Shortlist folgt aller Voraussicht nach im Juni.

 

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Die Auswertung der Beiträge von The D-Files - Die Drachen Akten  läuft übrigens immer noch, was daran liegt, dass überschaubare 787 Einsendungen beim Talawah Verlag eingegangen sind. Thomas Finn, der als Herausgeber fungiert, hat schon einmal 70 Kurzgeschichten herausgefiltert, die er als "qualitativ wirklich hochwertig" erachtet. Jetzt muss er sich nur noch entscheiden, was nichts Anderes heißt, als dass noch einmal die Hälfte rausfliegt. Ob meine Kurzgeschichte Bitte bleib!  einen Platz ergattern kann, steht also noch in den Sternen.

Ein bisschen tut mir Thomas Finn ja schon leid ... 787 Einsendungen für eine Kurzgeschichtensammlung! Ich wette, so hat er sich das nicht vorgestellt, als er die Herausgeberschaft übernommen hat, denn das ist absolut rekordverdächtig!


21.  April 2020

Klara unterzeichnet Vertrag mit Literaturagentur Arrowsmith Agency aus Hamburg

Wo soll ich nur anfangen? Gerade habe ich noch über die Misserfolge der letzten Wochen geseufzt und plötzlich liegt der Vertrag der Arrowsmith Agency auf dem Tisch!

Die Ermahnung aus dem Silvester-Glückskeks scheint damit voll ins Schwarze getroffen zu haben. Wer sich erinnern will - dort stand, dass ich meine Pläne durchsetzen würde, wenn ich nur geduldig bliebe (siehe Jahresrückblick 2019 vom 02. Januar 2020).

Ein kleiner Teil von mir will es noch nicht so recht glauben, aber der Vertrag ist unterschrieben. Er liegt da direkt vor mir und grinst mich an. Ich bin glücklich und gespannt, was in den nächsten Monaten auf mich zukommen wird. Mit Sicherheit einige Herausforderungen, doch ich bin stets gewillt, mein Bestes zu geben. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Arrowsmith und bin voller Hoffnung und Zuversicht, dass dies nun der Beginn einer langjährigen und erfolgreichen Zusammenarbeit sein wird.


07.  April 2020

Flaute bei der #piperchallengexxl 🦙

Es ist wieder so weit: Ein Schreibwettbewerb wurde nicht gewonnen. Für diejenigen unter Euch, die Zahlen genauso lieben wie Buchstaben: Es gab insgesamt 125 Einsendungen und davon stehen nun 12 Romananfänge auf der Shortlist, deren Verfasser die Chance haben, einen Verlagsvertrag mit dem Piper Verlag zu gewinnen.

Diesmal tut es nicht ganz so weh, weil mir klar war, dass die Hauptfigur meines Wunscherfüller-Projekts  - Freddy - mit ihrer Art nicht jedem gefallen wird. Und, hätte Piper nun zeitnah das ganze Manuskript haben wollen, hätte ich meine Arbeiten am Kalte-Herzen-Projekt  unterbrechen müssen, was ich ungern getan hätte. Nur für das L-Projekt  würde ich sofort alles stehen und liegen lassen, aber das ist ein anderes Thema ...

Mein Mann hat mich schon vor ein paar Wochen gefragt, ob ich es für klug halte, alle Misserfolge mit der Welt zu teilen. Schließlich würde das nicht unbedingt für die Qualität meiner Werke sprechen und möglicherweise abschreckend wirken.

Kann man natürlich so sehen, aber als Autorin bin ich eine Geschichtenerzählerin. Und dies hier ist eben meine Geschichte, keine aufpolierte Aneinanderreihung von Erfolgen und Siegen, sondern ein bunter Mix von Auf und Abs. Die Konsequenz wäre ja, aktuell überhaupt nicht zu berichten, was bei mir passiert, und damit wäre diese Seite frei von jeglichem Mehrwert. Rückschläge gehören dazu. Ich denke, dass es spannender ist, nicht erst in meinen Memoiren zu berichten, wie viele Nägel ich wie Stephen King mit Absagen vollpinnen musste, bevor ich ansatzweise den Fuß in der Tür hatte. So kann ich, aber so könnt auch Ihr, die Ihr vielleicht in einer ähnlichen Lage steckt, schrittweise rekapitulieren, welche Aktionen gefruchtet haben und welche nicht. Denn auch unabhängig von den Fähigkeiten eines Schriftstellers bleibt es verdammt schwierig, in der Buchbranche anzukommen.

Es erinnert mich an das Umherirren in einem Labyrinth, bei dem Euch die Augen verbunden werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr mehr als einmal gegen eine Wand lauft und Euch eine blutige Nase holt, ist hoch. Es ist ein Kampf, trotz der Widrigkeiten hinauszufinden.

Und jeder Schriftsteller macht im Normalfall diese Erfahrungen. Es gibt eben nur diejenigen, die darüber sprechen, und diejenigen, die Stillschweigen bewahren. Ich habe mich entschieden, zur ersten Sorte zu gehören.

Wieso also nicht über Misserfolge berichten?


17.  März 2020

Wie mein Examen, die Zahl 16 und Corona zusammenhängen

Ich wusste schon immer, dass die Zahl 16 meine Glücks- und Lieblingszahl ist. Warum? Weil ich am 16. Tage eines Monats auf die Welt gekommen bin, als 6-Jährige entschieden habe, dass ich unbedingt 16 sein wollte, und es toll fand, wie sehr sich meine Mutter über meine Wahl amüsierte, weil in ihrer Welt der Lieblingszahlen nur die Ziffern von 0 bis 9 existieren. "Meine Lieblingszahl ist die 354, oder war es doch die 1.032?"

Gestern hat sich mal wieder gezeigt, wieso ich zu Recht an diese Zahl glaube. Es war das Datum meines Examens - 16.03.2020.

Die Woche vorher habe ich mir natürlich frei genommen, um mich einzuschließen und zu pauken. Zur Außenwelt hatte ich daher nur mäßigen Kontakt. Ab und zu haben sich die Apps vom Handelsblatt und dem Spiegel auf meinem Smartphone ein Showdown geliefert, um mich mit reichlich Eilmeldungen zum Thema Corona zu versorgen. Schulen geschlossen, Grenzen geschlossen, absoluter Ausnahmezustand. Ich habe mir erst am Freitag einen Kopf darum gemacht, ob die Sicherheitsmaßnahmen ggf. auch Auswirkungen auf mein Examen haben. Doch da die offizielle Website der Prüfungsstelle konkret schrieb, dass die Prüfungen weiterhin stattfinden sollen, war ich mir sicher, dass ich Montag antreten darf. Dieser Hinweis hatte sich bis Montagmorgen auch noch nicht verändert. Ich bin also zum Prüfungsort hin und trat gerade am Empfang an den Tresen, als die Sekretärin in ihr Telefon sagte: "Nein, es findet nichts statt. Kein Unterricht, keine Examensvorbereitung, kein nichts. Aufgrund der Schutzmaßnahmen wird alles zunächst bis zum 19.04.2020 abgesagt!"

Ich habe geschluckt und nach ihrem Auflegen vorsichtig nachgehakt: "Gilt das auch für die Examensprüfungen selbst?"

Zu meinem Glück lautete ihre Antwort: "Heute finden die Prüfungen auf jeden Fall noch statt. Was mit den mündlichen Prüfungen ab morgen ist, da habe ich noch keine Info."

Die kam erst fünf Minuten später per Update auf die Website - alle Prüfungen ab dem 17.03.2020 sind bis auf Weiteres gestrichen. Hoi! Damit gehörte ich zum letzten Prüfungsdurchgang vor dem Corona-Stopp. Schwein gehabt! Anders kann man es wohl nicht formulieren, denn hätte ich (mindestens) einen weiteren Monat auf den großen Tag warten müssen, wäre ich wahnsinnig geworden!

Und jetzt wollt Ihr sicher auch wissen, wie dieser Tag und diese Prüfung zu Ende gegangen sind. Stolz darf ich verkünden: ICH HABE BESTANDEN!

6 Jahre und 8 Monate hat es insgesamt gedauert, meinen Brotberuf zu erlernen. Und jetzt ist es endlich vorbei! Ich habe echt gedacht, ich würde vor Freude heulen oder mich in den nächsten Mülleimer übergeben, so flau wie mir zwischenzeitlich war. Nichts davon ist eingetreten. Ich kann nur nicht schlafen. Ich schreibe diesen Beitrag gerade mitten in der Nacht, weil ich von der unsinnigen Wälzerei im Bett genug habe.

Ich kann es noch nicht richtig fassen. Ich bin restlos durchgeprüft. Alle schulischen, universitären und staatlichen Prüfungen liegen hinter mir! Jetzt kann ich wieder aufatmen, deutlich mehr Zeit mit meinem Mann, meiner Familie und meinen Freunden verbringen, was insbesondere in den letzten drei Jahren zu kurz gekommen ist. Und ganz wichtig:

 

SCHREIBEN!

 

Mit dem heutigen Tage ist der Startschuss gefallen, so richtig loszulegen! Immer gab es Dinge, die mich in dieser Hinsicht gebremst haben. Aber von nun an sieht die Sache anders aus.

Ihr werdet auf diesen Seiten erfahren, wie es weitergeht!


11.  März 2020

Ich bin's!  ist online auf Sweek und Wattpad!

Der Plan hat sich geändert. Statt eines weiteren Mini-Hörbuchs feiert die schräge LGBTQ-Romantasy-Shortstory names Ich bin's!  nun ihre Veröffentlichung auf Sweek und Wattpad. Und weil so eine veröffentlichte Kurzgeschichte auch ein Kleidchen braucht, hat sich melariaart  drangesetzt und eins gezaubert. Und wenn ich "gezaubert" sage, meine ich das auch so! Ich bin hin und weg von diesem Cover. Einfach nur genial!

Luis und Lasse machen beide große Augen.

"Was? Das ist für uns?"

 

Wenn Ihr noch mehr von melariaarts Kunstwerken bestaunen wollt, dann besucht sie auf Instagram: @melariaart

 

Ansonsten geht's zur Story hier entlang:

💗Sweek

💗Wattpad

 

Und darum geht's in Ich bin's! :

In Luis' Leben läuft's gerade nicht so rund. Was ein Glück, dass es da eine ambitionierte Fee gibt, die ihm auf die Sprünge helfen will!

#Besondere-Menschen-erfordern-manchmal-unorthodoxe-Maßnahmen


04.  März 2020

Feedback von Impress ist da!

Heute lag die E-Mail im Postfach. Erst einmal gab es ein "Glückwunsch", weil das Kalte-Herzen-Projekt  ja unter die Top 15 der "Impress-NanoWriYeah-Challenge" des Jahres 2019 gekommen ist. Dann kamen die Hinweise zum Manuskript:

 

1. Lob - Idee ist originell

2. Kritik - Umsetzung geht besser, denn zu viele Klischees und zu viele unsympathische Figuren

 

Damit kann ich arbeiten. An die "Klischees" werde ich mich ransetzen, aber gänzlich rausbekommen werde ich sie nicht, weil sie leider irgendwo meiner erlebten Realität entsprechen. Und hier meine ich nicht das Fernsehen und die Lektüre anderer Werke, sondern meine eigenen Alltagserfahrungen. Da wird es auf jeden Fall schwer, die Grenze zwischen lebensecht und klischeehaft zu ziehen, wenn beides so dicht beieinander liegt. Aber ich hänge mich rein! Manche (der offen- und absichtlichen) Klischees brauche ich auch für den weiteren Handlungsverlauf, allerdings habe ich schon eine Idee, wie ich sie zumindest deutlich abmildern kann und das Ganze in einen weniger schablonenhaften Rahmen setze. Also guter Tipp!

Kommen wir zu den Figuren. Ich weiß nicht genau, welche gemeint sind, aber scheinbar bin ich als Figuren-Mama grundsätzlich zu nachsichtig, was das Benehmen angeht. Vielleicht habe ich mir die Schreibregel "Figuren brauchen Fehler" etwas zu sehr zu Herzen genommen. Also Jungs und Mädels, seid ab jetzt netter zueinander. Und das gilt ab Seite 1, habt ihr gehört? Mama hat gesprochen!

Zum Schreibstil haben sie sich leider nicht geäußert, was ich daher mit einem "ist okay" übersetze.

Also alles in allem weiß ich jetzt, wo die Reise hingeht. Mit der Änderung der Rahmenbedingungen habe ich nun sogar ein Happy End für die Nebenfiguren, was bisher eher düster aussah. Das hatte mir noch Bauchschmerzen bereitet, aber jetzt ist die letzte Sorgenfalte in Sachen Plot geglättet. Also danke liebes Impress-Team! Auf dass dieses Projekt doch noch eine Wucht wird! 💙


02.  März 2020

Das Wintermärchen ist vorbei

Volle Breitseite! Gestern einmal links, heute einmal rechts, - hat jemand meinen rechten, kleinen Backenzahn gesehen? - jetzt bin ich wieder auf Kurs.

Ganze sechs Geschichten wurden bei der #Carlsenwinterchallenge unter Vertrag genommen. Bei sechzig Einsendungen eine realistische Chance, dabei zu sein. Aber ich mach's kurz: Keine davon ist meine ...

Ich will ehrlich sein. Ich bin traurig. Ich hatte tatsächlich zu hoffen gewagt, dass Lilli und Moritz bei Impress einen Fuß in die Tür bekommen, als ich meinen Namen auf der Shortlist gesehen habe.

Irgendetwas scheine ich richtig zu machen, schließlich habe ich zumindest die Shortlistplatzierung erreicht, aber gleichzeitig noch zu viel falsch. Fragt sich was. Die Antwort soll noch diese Woche eintrudeln.

Das Kalte-Herzen-Projekt, wie ich Lillis und Moritz' Geschichte nun zukünftig nenne, ist damit natürlich nicht gestorben. Es wäre schön gewesen, wenn es bei Impress direkt geklappt hätte, aber diese Story wird trotzdem mein allererster Einzelband werden. Für mich eine Herausfordern, weil ich immer automatisch in Mehrteilern denke, in allumfassenden Masterplänen, was bei der aktuellen Branchenlage ein Problem darstellt. Aber frau wächst mit ihren Aufgaben.

Was ich jetzt tun muss, ist ganz klar: Backenzahn einsammeln, Feedback auswerten und mich ab Ende März wieder in die Arbeit stürzen, um aus den bisherigen 100 Seiten das spannende Buch zu zaubern, das mir vorschwebt.

Weiter geht's!

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Wer nach den Sternen greift, darf auch mal auf die Nase fallen.

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01.  März 2020

Die Kurzgeschichten-Pechsträhne hält an

Ich bin's!  - die LGBTQ-Romantasy-Kurzgeschichte zum Thema "Traumwelt/Parallelwelt" hat es nicht geschafft, den Federtraum-Verlag zu begeistern. Ein Arschtritt, denn anders als Schlag ein!  kam sie nicht einmal in die engere Auswahl. Aua! Jetzt ist die Quote, mit der ich 2019 vorgelegt habe, endgültig dahin. 50% meiner Storys haben es geschafft, 50% sind abgeschmiert. Jetzt hängt alles an Kurzgeschichte Nr. 4, Bitte bleib!, ob sich der Trend wieder berappelt oder in den Keller geht wie die aktuellen Börsenkurse dank Corona.

Wenn wir uns angucken, wann im letzten Jahr die Entscheidung beim Talawah-Verlag gefallen ist, könnte es jeden Tag so weit sein, dass meine Drachenbrüder Xander, Jaxo und Drex die Info bekommen, ob sie und ihre Frauenprobleme drachig genug sind, um es in die aktuelle Anthologie zu schaffen.

Was jetzt mit Ich bin's!  geschieht, ist noch nicht abschließend entschieden. Wahrscheinlich setze ich mich nach meiner Prüfung hin und bastele das nächste Mini-Hörbuch, damit Lasse und Luis hier keine langen Gesichter ziehen müssen. Bei diesen beiden könnt Ihr Euch sicher sein: Ihre Geschichte ist durchgeknallt! Wie Kurzgeschichte Nr. 1, Mund auf!,  ist sie verrückt, verspielt und ein bisschen rosa Feenstaub gibt es diesmal auch. *grins*


15.  Fabruar 2020

Lilli und Moritz sind im Finale der #Carlsenwinterchallenge 💙

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Jetzt wird's spannend! Die Geschichte  von Lilli und Moritz steht mit 14 anderen auf der Shortlist der Carlsenwinterchallenge. Ich bin wahnsinnig stolz und glücklich!

Denn was wir schon jetzt gewonnen haben, ist ein Feedback vom Verlag, selbst wenn wir diese letzte Runde nicht überstehen sollten. Hinweise von Profis, woran noch gefeilt werden sollte, sind für einen Autor bereits Gold wert!

Die Gewinner werden voraussichtlich im März bekannt gegeben.

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30.  Januar 2020

Und Klara ist im nächsten Recall! XD 💙

Ich merke schon - 2020 ist das Jahr der Bewährungsproben! Meine Einsendung für die #carlsenwinterchallenge hat es auf die Longlist geschafft. Bisher noch eine sehr lange Longlist, wie ich gestehen muss - von 60 Einsendungen sind noch 41 im Rennen -, doch das trübt die Freude nicht. Lilli ist den ersten Schritt in Richtung Verlagsvertrag gegangen.

Wie es heißt, kommt die Shortlist im Februar, was ja im Grunde auch schon Übermorgen sein könnte ... wie war das nochmal mit der Geduld? *hust*

Ich bin super happy! Das Spiel geht weiter.

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23.  Januar 2020

Klara ist im Recall!

Gut, das hier hat genau genommen nichts mit der Schriftstellerei zu tun, aber ich muss meine Freude jetzt trotzdem mit Euch teilen. Heute lagen die schriftlichen Ergebnisse meines Examens im Briefkasten und wie es aussieht, habe ich reelle Chancen, es zu bestehen! Der Termin für die mündliche Prüfung ist im März und ich bin schon ganz hibbelig. Euphorie in Anbracht nahender Prüfungen. Streber-Syndrom in seiner reinsten Form. Aber da dies voraussichtlich die allerletzte Knallerprüfung in meinem Leben ist, wird das erlaubt sein.

Die Leipziger Buchmesse 2020 ist für mich damit zwar gestorben - Messe und Prüfung liegen zu dicht beieinander - aber jetzt habe ich wenigstens wieder Luft, um die letzten Feinjustierungen an der Kurzgeschichte vorzunehmen, die ich letzten Sonntag geschrieben habe. Für mich eine besondere Geschichte, weil die Hauptfiguren erstmalig Berührungspunkte zum LGBTQ-Bereich haben. Abgabefrist ist hier Mitte Februar. Es folgt die Prüfung und (im Falle meines Bestehens) bin ich endlich frei. Dann heißt es Schreiben ohne Wenn und Aber. Ohne schlechtes Gewissen. Ohne den Dauerstress des ständigen Lernens. Es wird Zeit!

Und falls ich doch noch durchfallen sollte, brauche ich die Schriftstellerei umso mehr, damit meine geschundene Seele heilt. Lilli, Freddy und Rika werden sich in jedem Fall gut um mich kümmern ...


10.  Januar 2020

Challenges abgeschlossen - #carlsenwinterchallenge 💙 und #piperchallengexxl 🦙

Gestern kam meine Glücksnummer, mit der ich zur #piperchallengexxl antrete. Wenn wir ihre Ziffern umdrehen, ergibt dies sogar meine Lieblingszahl. Ob das ein Zeichen ist?

Das lässt mich direkt an den ehemaligen Lieblingsbutton meiner Piper-Protagonistin Freddy denken: "Einbildung ist auch eine Bildung!"

Ja ja, ich weiß. An der Nummer wird's nicht liegen ...

Freddy ist übrigens sehr speziell. Ich persönlich habe keine Angst vor ihr, aber ansonsten kommen nur wenige Leute mit ihr klar. Ob auch das Team von Piper Wundervoll direkt die Flucht ergreift oder womöglich sogar Freude an ihren Eigenheiten hat? Es bleibst spannend!

Die Story für die #carlsenwinterchallenge enthält leider 0% Fantasy, aber dafür weiß Lilli das Carlsen-Impress-Team hoffentlich mit ihrem "Fingerspitzengefühl" zu beeindrucken.  Bei einem gewissen jungen Mann klappt's jedenfalls.

Wie Ihr seht, haben sich diese beiden "Ad-hoc-Geschichten" ganz frech in meine Gedankenwelt gemogelt und direkt einen festen Platz bekommen. Das heißt aber nicht, dass ich das "L-Projekt" stiefmütterlich behandeln würde. Ich habe ein großes Herz, wo ganz viel Platz für alle Geschichten ist!


03.  Januar 2020

Schlag ein!  - Experiment "Minihörbuch"

Puh, ich hab's geschafft. Die Tücken der Technik sind besiegt!

Natürlich ist es eine Amateurproduktion, dennoch freue ich mich, dass Schlag ein!  nun Premiere als Minihörbuch feiert. Plant eine Stunde ein, legt die Füße hoch und erfreut Euch daran, wie Protagonist Marvin Blut und Wasser schwitzt. Erwartet keine Liebe, sondern den Beginn einer Dystopie.

Viel Spaß!


02.  Januar 2020

Mein Jahresrückblick 2019

Wir alle wundern uns immer, wo das letzte Jahr geblieben ist, wenn wir plötzlich Sekt und Wunderkerzen in den Händen halten und auf die nächsten 365 Tage anstoßen oder – wie gestern – sogar auf ein neues Jahrzehnt. Die 20er sind angebrochen! Diesmal bin ich beim Wundern allerdings außen vor, denn kein Jahr hat sich für mich so sehr wie Kaugummi angefühlt wie 2019.
Das hat natürlich seine Gründe. 2019 war das von mir betitelte Jahr meines schriftstellerischen Neuanfangs. Zwar habe ich zuvor auch schon fleißig an meinem geheimen „L-Projekt“ gearbeitet, doch 2019 bin ich erst wieder an die Außenwelt getreten. Das hatte damit zu tun, dass ich 2018 diese zwei Kurzgeschichten-Ausschreibungen entdeckt hatte, dann unbedingt etwas dazu schreiben wollte und die Herausgeber tatsächlich beide Geschichten zur Veröffentlichung ausgewählt haben. Damit wurde mir die Entscheidung im Grunde abgenommen, wann ich einen Facebook-Account erstelle. Wenig später folgte auch der Auftritt bei Instagram (@klarahellauthor).
Früher fand ich das Schreiben von Kurzgeschichten für Anthologien extrem doof: „Jemand gibt dir vor, was du schreiben sollst? Wie dämlich ist das denn!“
Da wurde mein Blickwinkel in der Zwischenzeit etwas zurechtgerückt. Heute macht es mir mordsmäßig Spaß, mir etwas zu einem Thema zu überlegen, an das ich mich von mir aus niemals drangesetzt hätte. Zwar musste ich 2019 eine kleine Niederlage einstecken, weil Kurzgeschichte Nr. 3, Schlag ein!, abgelehnt wurde, doch habe ich schon Pläne, worin ihr neues Schicksal bestehen wird. Ich hoffe, bis zum Wochenende damit fertig zu werden.
Kurzgeschichte Nr. 4 ist ebenfalls geschrieben und ich meine, es ist bisher die Beste, die ich je zu Papier gebracht habe. Ob Thomas Finn ähnlich begeistert ist, der als Herausgeber der angedachten Anthologie fungiert, werden wir demnächst sehen.
Apropos Thomas Finn – 2019 habe ich einen Antrag auf Aufnahme in das Phantasik-Autoren-Netzwerk e.V. (PAN) gestellt (Thomas Finn ist ebenfalls Mitglied, wie mir später aufgefallen ist). Ab 2020 bin ich offiziell Nachwuchsmitglied! Ich bin wahnsinnig gespannt, wie die Vereinsarbeit mit einer Horde Autoren aussieht. Mit Sportlern habe ich bereits Erfahrung, aber ich denke, dass die Zusammenarbeit mit Fantasy-Autoren noch bunter und lustiger sein wird.
Wieso ich auf das Netzwerk aufmerksam geworden bin, liegt daran, dass ich im Oktober die Frankfurter Buchmesse und die BuCon in Dreieich besucht habe. Ich habe mit dem Autorinnen Veronika Serwotka/Carver und Janika Hoffmann ein nettes Gespräch geführt und da ist der Funke auf mich übergesprungen, zukünftig zu den amtlichen Verfechtern der Fantasy-Literatur gehören zu wollen.
Kommen wir zu einem Aspekt, der mich seit Mitte 2019 in Ausgangsstellung verharren lässt, jeder Muskel zum Zerreißen gespannt, weil ich jede Sekunde auf das Startsignal warte, loszusprinten. Ja, ich habe mich an die Agentursuche herangewagt und die erfordert bekanntermaßen sehr viel Geduld.
1943 sagte Pauline Joyce Meyer: „Geduld ist nicht einfach die Fähigkeit zu warten – es kommt auch darauf an, wie wir uns benehmen, während wir warten.“ Damit hat sie mir endgültig die Illusion genommen, ein geduldiger Mensch zu sein. Mein Mann ermahnt mich ständig, dass Gras nicht schneller wachse, wenn man daran ziehe. Und scheinbar ziehe ich so oft am Gras, dass sich sogar mein Silvester-Glückskeks berufen fühlte, mir für 2020 folgenden Rat mit auf meinen Weg zu geben: „Geduldig bleiben. Sie setzen Ihre Pläne durch.“ Mein Mann und mein Lieblingsprobeleser GT haben schallend gelacht, als ich diesen Spruch vorlesen musste. Ich wäre sehr froh, wenn der Keks Recht behält. Also das mit den Plänen.
Keine Ahnung, ob es wieder ein Zeichen von Ungeduld oder von Umtriebigkeit ist, aber ich habe mich zum Ende des Jahres noch zwei Herausforderungen gestellt:
Im November ist ja bekanntlich der NaNoWriMo, in dem sich Autoren auf der ganzen Welt die Zähne daran ausbeißen, mal eben 50.000 Wörter runterzuschreiben. Anlässlich dieses Events hat Impress, das digitale Imprint des Carlsen Verlags für romantische Young-Adult Romane, eine Challenge herausgegeben. In vier Wochen wollten sie einen Romananfang mit 20.000 Wörtern zu den Themen „Verbotene Liebe in winterweißem Setting“ oder „Unverhoffte Begegnung im Zauber der Weihnacht“ und ein Kurzexposé haben. „Challenge done“, meine Lieben. Jetzt heißt es auch hier wieder: „Warten“, bis das Team von Impress aus den 60 Einsendungen ihre Favoriten ausgewählt hat. Zu gewinnen gibt‘s natürlich einen Verlagsvertrag.
Und weil es so schön war, habe ich mich direkt der nächsten Challenge gestellt, diesmal vom Piper Verlag: „Werde Autor bei Piper Wundervoll [...] Drum freuen wir uns auf deine Idee für einen magischen Liebesroman!“ Diesmal knapp sieben Wochen Zeit, ansonsten ein ähnlicher Umfang. Ich bin in den letzten Zügen. GT und die anderen Probeleser lesen schon fleißig.
So ist bei mir das Jahr 2019 zu Ende gegangen. Als Resümee kann ich nichts Anderes behaupten, als dass ich in den ersten zehn Monaten schreibtechnisch nicht viel erreicht habe, aber dass die letzten zwei Monate so viel herausgerissen haben, dass ich mich trotzdem fleißig fühle. Däumchen gedreht habe ich bis Oktober nicht, sondern mich an ein berufliches Examen herangewagt, bei dem jedes Jahr mehr als die Hälfte durchfällt, obwohl der Großteil der Prüflinge sogar aus Akademikern besteht. Ob ich mich hier zur glücklichen Minderheit zählen darf, wird sich vermutlich erst im Zeitraum Mitte Januar bis Mitte April 2020 herausstellen.
Aber eine Sache habe ich in 2019 für mich erkannt: Je mehr Eisen im Feuer sind, Challenges, Kurzgeschichten, Agenturbewerbungen, die neue PAN-Mitgliedschaft und das Examen, desto leichter fällt mir das Warten. Mit nur einem Projekt werde ich verbissen, weil mein Kopf sich immer wieder auf diese eine Sache stürzt, auf die ich keinen Einfluss mehr habe. Bei mehreren Projekten können sich meine Gedanken lockern und zerstreuen. Heute denke ich an dieses, morgen an jenes, spinne ein bisschen quer und am Ende habe ich etwas dazugewonnen, das auf mich sehr anregend und inspirierend wirkt: Vorfreude. Ich erstarre nicht vor Angst, weil ich alles in ein einziges Projekt investiert habe. Ich kann mir denken: „Ach, wenn A nichts wird, habe ich immer noch B. Und, verdammt ja! An C hast du schon gar nicht mehr gedacht.“ Mir wachsen Flügel.

In diesem Sinne: Auf ein ereignisreiches Jahr 2020!

Bildquellen: https://images.squarespace-cdn.com/content/5bf0040a36099b6f90604047/1544492369679-TQV36G5FSUDL7RNCLJOE/PAN_Logo_mit_RGB_Marc_2500.png?format=1500w&content-type=image%2Fpng, https://scontent-dus1-1.xx.fbcdn.net/v/t1.0-9/p960x960/72703327_10220969818624044_3061875326255628288_o.jpg?_nc_cat=101&_nc_ohc=nqdHLki-k9IAQl9snPbMrZHy8ZG1sYcVsAW6P4hpfq_iaNiJZSU9ig6fQ&_nc_ht=scontent-dus1-1.xx&oh=707f04b6643ca7d68dfeccd47377c2a3&oe=5E659CDE (inkl. kleiner Anpassung durch mich), https://scontent-dus1-1.xx.fbcdn.net/v/t1.0-9/76722804_10221254958472362_5501048267959435264_n.jpg?_nc_cat=110&_nc_ohc=HKHqVEyE7FMAQmshzbJwwhK9FegrcmvdIsYe4-ouhOpkAOqUznMjsj2lQ&_nc_ht=scontent-dus1-1.xx&oh=26e6c7d6dd66d5bf42f9996fb033a3b6&oe=5E699E45


10. Dezember 2019

Knapp daneben ist auch vorbei - Amrûn Verlag lehnt Zombie-Kurzgeschichte Schlag ein!  ab

Verdammt, jetzt hat mich meine allererste Kurzgeschichten-Absage ereilt. Tut weh, sag ich Euch!

Von den 110 Einsendungen werden ca. 20 in die Anthologie "Zombie Zone Germany - Der Beginn" mit aufgenommen. Den letzten 18 Unglücksraben wurde mit der heutigen E-Mail abgesagt. Wenigstens kam Schlag ein!  in die engere Auswahl.

"Bei euren Geschichten musste ich am längsten überlegen, war praktisch um Haaresbreite!", wie uns die Herausgeberin schrieb.  "Dann gab es ja auch einige echt tolle, witzige, schräge Storys, die einfach nicht in die ZombieZone passen."

Schlag ein!  war doch kein Stück schräg! *hust*

Sehr ärgerlich. Aber wenn ich an dieser Stelle Rika, die Protagonistin meines geheimen "L-Projekts", zitieren darf: "Heulen ist etwas für kleine Mädchen!"

Also weitermachen!

Vielleicht noch ein bisschen schmollen ...


07. August 2019

"The A-Files: Die Amazonen Akten" - ab sofort lieferbar als Taschenbuch

Und darum geht's in der Shortstory Scheiß Abend! :

Amazone Karissa hat es geahnt. Wenn ihre Freundinnen sie in eine Bar schleifen, kann der Abend nur schrecklich werden. Doch als sie auf ihren Arbeitskollegen und Macho-Arsch Tobias trifft, nimmt das Desaster erst richtig seinen Lauf.


10. Juli 2019

Neues Veröffentlichungsdatum - "The A-Files: Die Amazonen Akten"

Nach langem Warten werden "The A-Files: Die Amazonen Akten" nun am 20. Juli 2019 erscheinen.

Zunächst als eBook und mit etwas Verzögerung auch als Printversion.

Mit 516 Seiten kein ganz so dünnes Taschenbuch!


15. Juni 2019

Liebe Anthologie, willkommen in Deinem neuen Zuhause!

Das Warten hat sich gelohnt. Vor zwei Wochen lag nun endlich das gedruckte Exemplar von "Es war einmal ein Dimensionsportal" im Briefkasten und ich habe heute die Zeit gefunden, das Buch ordentlich willkommen zu heißen.

Die Geschichten meiner Autoren-Kollegen habe ich ja bereits gelobt, nun folgt ein anerkennendes Nicken in Richtung Mystic Verlag. Denn was diesem Taschenbuch in keinster Weise anzumerken ist: Anfang Juni hat der Mystic Verlag seinen allerersten Geburtstag gefeiert. Erst einmal "Herzlichen Glückwunsch", aber auch ein "Wow" zu dieser tollen Umsetzung!

Eigentlich bin ich keine typische Buchstreichlerin, doch diese Anthologie ist in den letzten Tagen öfter durch meine Hände gewandert, als ihr wahrscheinlich lieb ist.

Meine Empfehlung also: Auf jeden Fall als Taschenbuch kaufen!


06. Mai 2019

"Es war einmal ein Dimensionsportal" ist ab sofort erhältlich!

Zwar halte ich noch kein eigenes Exemplar in den Händen, auch wenn ich ab jetzt jeden Tag und voller Hoffnung zum Briefkasten rennen werde, dies tun zu können, doch die neue Anthologie des Mystic Verlags ist ab sofort als eBook und Print erhältlich (ISBN: 978-3947721306).

Es ist die erste Veröffentlichung unter meinem neuen Namen. Ich freue mich riesig!

 

Und hier sind meine persönlichen, sieben Favoriten, die Ihr - mal abgesehen von meiner eigenen Story Mund auf!  *zwinker* - unbedingt lesen solltet, sobald Ihr dieses Buch in die Finger bekommt:

  • Zwerge im Weltall von Alisha Pilenko - mein Topfavorit. Mit Humor schafft es die Autorin nicht nur, Märchen und Science-Fiction zu kombinieren, sondern auch auf ironische Weise ihre Psychotherapeuten-Ader mit einfließen zu lassen. Diese Story macht Spaß!
  • Schutzjäger von Anne Neuschwander - die Story liest sich wie der Beginn eines Buches. Die Autorin baut echte Spannung auf. Schade, dass ein Ende hermusste.
  • Jack und die Bohnenranke von Felix Bartsch - wer von Euch auf den Schreibstil und Humor von Jonas Jonasson steht, dürfte auch hier einiges zu lachen haben!
  • (K)ein Prinz aus einer anderen Welt von Jana Grüger - dieser Autorin muss ich lassen, dass sie einen flüssigen Schreibstil hat und es versteht, auf wenigen Seiten eine echte Handlung passieren zu lassen, die weder gekürzt noch zu sprunghaft wirkt. Anfang, steigende Spannung, Höhepunkt und Schluss. Wer jetzt sagt "Hä? Was ist denn daran besonders?", der hat noch nie versucht, eine Kurzgeschichte zu schreiben! Ihre Protagonistin wirkt authentisch und die Geschichte ist rund. Hut ab!
  • Hase und Igel von Stefan Lammers - top Schreibstil! Eine anschauliche und dem Stil der Anthologie gerecht werdende Version des gleichnamigen Märchens.
  • Der Schneewittchen-Code von Christian J. Meier - der Autor hat sich deutlich mehr getraut, vom ursprünglichen Märchen abzuweichen, und damit seiner Geschichte einen eigenen, im Gedächtnis bleibenden Charakter gegeben.
  • Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen von Varinia König - ich mag es, wenn Geschichten auf etwas hinmünden, das nicht zu sehr erklärt wird, sondern vom Leser selbst erkannt werden muss!

24. April 2019

Schnipselzeit beim Mystic Verlag

Na, schon neugierig?


05. März 2019

Strike II: "The A-Files: Die Amazonen Akten" (Anthologie) - 254 Einsendungen beim Talawah Verlag, 32 Auserwählte - ich bin dabei!

Heute ist so ein typischer Grinsetag. Wenn es morgens mit einer Zusage für die Veröffentlichung einer Kurzgeschichte losgeht, noch bevor man richtig wach ist, dann haben die Gesichtsmuskeln über den Tag hinweg einiges zu leisten!

Beide Kurzgeschichten, die ich in 2018 geschrieben habe, werden dieses Jahr also veröffentlicht. Ein Statistiker würde sagen: "Vorbildliche Quote!"

Ein paar Infos zur Anthologie: Der Berliner Talawah Verlag gibt jedes Jahr einen Kurzgeschichtenband heraus, der einem Fabelwesen gewidmet ist. In 2017 ist die Reihe mit "The U-Files - Die Einhorn Akten" gestartet, womit der Verlag sogar den Deutschen Phantastik Preis 2018 in der Kategorie "Beste Kurzgeschichtensammlung/Anthologie" gewann! 2018 folgte dann "The P-Files - Die Phönix Akten" und nun sind wir bei "The A-Files - Die Amazonen Akten" angekommen. Ich freue mich riesig, dabei zu sein! Erscheinungstermin ist ca. Juni 2019, aber mehr dazu zu gegebener Zeit.


23. Januar 2019

Mystic Verlag gibt die Gewinner der SF-Märchen-Crossover-Ausschreibung "Es war einmal ein Dimensionsportal" offiziell bekannt

Nun hat der kleine Mystic Verlag die Gewinner seiner Ausschreibung und die dazugehörigen Titel der Welt verkündet. Eine Woge der Euphorie hat mich ereilt, obwohl ich doch lachen musste. Alle Titel klingen sehr märchenhaft: "#Schneewittchen", "Des Prinzen Untergang" und so weiter - schaut Euch die Titel unten alle selbst in Ruhe an.

Nur meine Geschichte klingt eher nach einem Besuch beim Zahnarzt!


08. Januar 2019

Zusage eines kleinen Verlags zur Veröffentlichung einer Kurzgeschichte

Eigentlich erhielt ich die Info schon kurz vor Weihnachten, dass sich meine Kurzgeschichte Mund auf!  bei der Anthologie-Ausschreibung "Es war einmal ein Dimensionsportal" des Mystic Verlags durchgesetzt hat.

Bei 83 Einsendungen zu den 19 Auserwählten zu gehören, macht mich schon etwas stolz. Ich freu mich und bin gespannt, wie es weitergeht!

Erscheinungstermin der Anthologie ist Mitte 2019.